In den 37 untersuchten Ländern ist der Anteil der Glasfaser am gesamten Breitbandausbau nur geringfügig gestiegen, und zwar auf 27 % zum 30. Juni 2019, gegenüber 24 % im Vorjahr. Dies spiegelt die immer noch große Kluft zwischen den Ländern beim Ausbau der Glasfasertechnik wider, die ein wesentlich schnelleres Festnetz- und Mobilfunkinternet ermöglicht.

Daten zeigen, dass Litauen, Lettland, Spanien und Neuseeland dank verstärktem Wettbewerb, solider Regulierung und Politik sowie neuer Infrastrukturinvestitionen zu den langjährigen Marktführern im Bereich Glasfaser wie Südkorea, Japan und den nordischen Ländern aufschließen. Südkorea und Japan weisen einen Glasfaseranteil von über 75 % am gesamten Breitbandausbau auf, während Litauen, Schweden, Lettland, Spanien, Island, Finnland und Norwegen über 50 % liegen. Neuseeland und Portugal liegen unter 50 % und sind kurz davor, zu den führenden Ländern aufzuschließen.

Im Zeitraum bis zum 30. Juni 2019 stieg die Zahl der Glasfaseranschlüsse in den 37 untersuchten Ländern (den 36 OECD-Ländern zuzüglich Kolumbien, dessen Beitritt unmittelbar bevorsteht) um 13,8 %.

Prozentsatz der Glasfaseranschlüsse am gesamten Festnetz-Breitband, Juni 201

Kabelinternet blieb stabil mit einem leichten Anstieg von 4,3 % im Zeitraum bis zum 30. Juni 2019 und macht weiterhin beachtliche 33,6 % aller Festnetz-Breitbandanschlüsse aus. DSL wird zunehmend durch Glasfaser ersetzt, und sein Anteil sank innerhalb von zwei Jahren von 41,6 % auf 35,1 %.

Die Gesamtrangliste der Länder für Festnetz-Breitbandanschlüsse bleibt im Vergleich zu den Vorjahren sehr ähnlich. Die Schweiz führt mit einer Durchdringungsrate von 46,1 Anschlüssen pro 100 Einwohner, gefolgt von Frankreich (43,7 %), Dänemark (43,4 %), den Niederlanden (43,1 %) und Korea (41,9 %).

Die Zahl der Mobilfunk-Breitbandanschlüsse wächst weiterhin stetig um etwa 7 % jährlich. Die Länder mit den höchsten Nutzungsraten sind Japan, Finnland, Estland, die USA und Australien mit Anschlüssen pro 100 Einwohner von 177 %, 155 %, 153 %, 150 % bzw. 144 %.

Machine-to-Machine (M2M)-SIM-Karten verzeichnen mit einem Anstieg von 30 % innerhalb eines Jahres das stärkste Wachstum aller unserer Indikatoren. Führend ist Schweden mit 140,6 M2M-SIM-Karten pro 100 Einwohner, gefolgt von Österreich, Italien, den USA und den Niederlanden. Die hohe Anzahl an M2M-SIM-Karten in Schweden ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass diese SIM-Karten von einem schwedischen Mobilfunkanbieter auch im Ausland eingesetzt werden.

Die Breitbandstatistik der OECD umfasst 37 Länder. Die zugrundeliegenden Daten, Diagramme und Breitbandverbreitungskarten für verschiedene Länder können Sie unter http://oe.cd/broadband herunterladen.