Der Ansatz integriert Datengenerierung, KI/ML-Training und Leistungsvergleich in einen einzigen automatisierten Workflow, um Innovationen zu beschleunigen und das Implementierungsrisiko für Netzbetreiber und Hersteller zu reduzieren.
Mit der zunehmenden Integration von KI in das RAN müssen Ingenieure Algorithmen unter vielfältigen, realen Netzwerkbedingungen validieren. Datenerfassung, Modelltraining und Leistungsbewertung erfolgen typischerweise in getrennten Umgebungen, was den Vergleich, die Reproduktion und die Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse vor der Implementierung erschwert. Dies gilt insbesondere für Funktionen der physikalischen Schicht wie die Kanalschätzung, die sich direkt auf Leistung, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit auswirken.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, orchestriert Keysights AI-RAN Simulation Toolset einen umfassenden Workflow, der die Generierung realistischer Szenarien und Datensätze, das Training von KI/ML-Modellen und wiederholbare Benchmarks automatisiert. So können Ingenieure Ansätze konsistent vergleichen und klare Erkenntnisse zur Leistungsfähigkeit gewinnen, bevor Feldtests durchgeführt werden. Auf dem MWC wird dieser Workflow mithilfe von Partner-Computing- und Funkplattformen durchgängig implementiert, um das KI-basierte RAN-Verhalten in einer realistischen, kontrollierten Umgebung zu validieren.
Die Demonstration integriert Keysights AI RAN Simulation Toolset in das NVIDIA Aerial Testbed, ein umfassendes drahtloses KI-RAN-Testbed, das auf Plattformen wie dem NVIDIA GH200 und NVIDIA DGX Spark sowie dem digitalen Zwilling NVIDIA Aerial Omniverse und kommerzieller Funkhardware wie der Titan O-RU-Plattform von Analog Devices läuft. Die KI/ML-Modelle wurden von Samsung, NVIDIA und Keysight entwickelt und werden in einem einheitlichen Testablauf trainiert und evaluiert, um umsetzbare Leistungseinblicke zu liefern.
Soma Velayutham, Vizepräsident für KI und Telekommunikation bei NVIDIA, erklärte, dass die Validierung komplexer Algorithmen unter realen Bedingungen entscheidend sei, da KI in das Funkzugangsnetz integriert werde, und dass ein einheitlicher Ablauf die Datenkette vereinfache, die für das Training, die Validierung und die Bereitstellung KI-nativer 5G- und 6G-Netze erforderlich sei.
Charlie Zhang, Executive Vice President von Samsung Research America, betonte, dass die Zusammenarbeit den Netzausbau revolutioniert, indem sie die Lücke zwischen theoretischen Modellen und der tatsächlichen Umsetzung schließt und so eine solide und wirtschaftlich tragfähige Grundlage für die Zukunft von 6G-Netzen schafft.
Balaji Raghothaman, Chief Technologist-6G bei Keysight, unterstrich, dass KI im RAN nur dann einen Mehrwert bietet, wenn sie zuverlässig validiert werden kann, und dass dieser automatisierte Workflow Betreibern und Anbietern hilft, den Ausbau zu beschleunigen, Risiken zu reduzieren und fundierte Entscheidungen durch die Einführung KI-gestützter RAN-Funktionen zu treffen.
