Der Testanruf erfolgte auf dem Intel Xeon 6 SoC, optimiert für vRAN-Software. Dieser unterstützt rechenintensive Workloads, KI-Anwendungen und Dienste in 2G-, 4G- und 5G-Netzen auf einem einzigen Hochleistungsserver. Dank dieser vereinfachten Konfiguration kann Vodafone mit weniger Systemen und Hardware auskommen und dabei eine Leistung erzielen, die der herkömmlicher Baseband-RAN-Lösungen entspricht oder diese sogar übertrifft. Dies senkt Kosten und Energieverbrauch und schafft eine flexiblere Grundlage für die Integration von KI in das Netzwerk. Dieser Meilenstein wurde in Zusammenarbeit mit Ökosystempartnern wie Dell Technologies (Server) und Wind River (Cloud-Plattform) erreicht und wird 2026 kommerziell eingeführt.
Die Ankündigung folgt auf die Wahl von Samsung als strategischem Schlüsselpartner von Vodafone für den großflächigen Ausbau von Open RAN in Europa. Die beiden Unternehmen haben im vergangenen Jahr ihren ersten Open-RAN-Pilotstandort in Deutschland in Betrieb genommen und die Technologie seitdem auf weitere kommerzielle Standorte ausgeweitet. Noch in diesem Jahr wird die Hansestadt Wismar in Mecklenburg-Vorpommern als erste Vodafone-Mobilfunkstadt in Deutschland vollständig mit Open RAN ausgestattet sein.
Mit einer Netzwerkleistung, die der herkömmlicher hardwarebasierter Lösungen entspricht oder diese sogar übertrifft, schreitet der Open-RAN-Rollout von Vodafone in Deutschland voran und deckt dank der schnellen Integration neuester Prozessortechnologien schrittweise immer größere Regionen des Landes ab.
Samsung und Vodafone haben ihre Zusammenarbeit im Bereich offener Architekturen durch die Integration fortschrittlicher Prozessoren und KI-gestützter Automatisierung in kommerzielle Netze intensiviert. Durch die Förderung eines offenen Ökosystems beschleunigt Open RAN die Bereitstellung leistungsstarker und energieeffizienter Verbindungen und ermöglicht es Vodafone, innovative Dienste, die auf die sich wandelnden Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind, schnell einzuführen.
„Vodafone konzentriert sich darauf, durch den Aufbau eines zukunftssicheren Netzes das bestmögliche Kundenerlebnis zu bieten“, sagte Marco Zangani, Direktor für Netzwerkstrategie und -architektur bei Vodafone. „Der Testlauf mit Samsung und die Implementierung unserer offenen Netzwerkarchitektur unterstützen diese Strategie. Sie ermöglichen es uns, neue 5G-Advanced-Dienste einzuführen und gleichzeitig die Energieeffizienz zu verbessern sowie den Betrieb durch Automatisierung und KI vom Mobilfunkstandort bis zum Rand und Kern des Netzes zu optimieren.“.
Die vRAN-Lösung von Samsung bietet die Flexibilität, neueste Verarbeitungstechnologien bei Markteinführung zu unterstützen und Netzbetreibern so einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Netzbetreiber können Netzwerkressourcen effizient verwalten und ungenutzte Rechenkapazitäten für KI- und Edge-Anwendungen direkt auf ihrer bestehenden Telekommunikationsinfrastruktur nutzen – näher am Ort der Datenerzeugung und -nutzung.
„Diese Weiterentwicklung mit Vodafone zeigt, wie ein softwarebasierter, Cloud-nativer Ansatz Netzwerke effizienter, anpassungsfähiger und zukunftssicher macht“, sagte Everth Flores, Vice President und Leiter von Samsung Networks Europe. „Durch den Übergang zu flexibleren Netzwerken ermöglichen wir nicht nur die sofortige Einführung von KI, sondern legen auch den Grundstein für eine 6G-fähige, KI-native Infrastruktur.“.
Um großflächige softwaredefinierte Netzwerke effizient zu verwalten, verfolgen Samsung und Vodafone einen intelligenteren Ansatz bei der Automatisierung mit der Samsung CognitiV Network Operations Suite (NOS), einer KI-gestützten Automatisierungslösung, die die Netzwerkbereitstellung mit einem Klick und einfachere Upgrades ermöglicht.
Samsung Networks ist Vorreiter bei der Bereitstellung von durchgängigen 5G-Lösungen, darunter Chipsätze, Funkgeräte und Kernnetze. Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung treibt Samsung den Fortschritt von 5G-Netzen voran und ebnet den Weg für 6G und darüber hinaus. Das führende Portfolio umfasst dediziertes RAN, vRAN, Open RAN, AI-RAN, Kernnetze, private Netzwerklösungen und KI-gestützte Automatisierungstools.
