Die Kyocera Corporation (Präsident: Hideo Tanimoto; „Kyocera“) gab heute die erfolgreiche Demonstration einer Technologie für drahtlose optische Unterwasserkommunikation (UWOC) bekannt, die Datenübertragungen über kurze Distanzen mit 5,2 Gbit/s ermöglicht – eine der höchsten jemals in faserfreien UWOC-Systemen erreichten Geschwindigkeiten. Diese Neuentwicklung könnte die Echtzeitübertragung großer Datenmengen für die Meeresforschung und den Betrieb von Unterwasserrobotern ermöglichen und so den sofortigen Zugriff auf hochauflösende Bilder, Live-Videos und Sensordaten gewährleisten. Dadurch würde die Effizienz der Unterwasserforschung und der Robotersteuerung deutlich verbessert.

Hintergrund der Entwicklung:
Die Unterwasserwelt befindet sich im rasanten Wandel. Autonome Unterwasserfahrzeuge (AUVs) und Drohnen revolutionieren heute Bauwerksinspektionen, Meeresvermessungen und die Rohstoffexploration. Herkömmliche akustische Kommunikationssysteme für Unterwasserumgebungen stoßen jedoch an eine entscheidende Grenze: die Übertragungsgeschwindigkeit. Mit nur wenigen Mbit/s verhindern diese Technologien die sofortige Übertragung hochauflösender Videos und großer Datenmengen.
Um diese Hürden zu überwinden, trieb Kyocera die Entwicklung spezialisierter UWOC-Technologien voran und erreichte in einer Süßwasserlaborumgebung eine Übertragungsgeschwindigkeit von 5,2 Gbit/s – ein Meilenstein in der Unterwasserkommunikation.

Merkmale der ultraschnellen UWOC-Technologie von Kyocera:
● Entwicklung einer proprietären physikalischen Schicht (PHY):
Die physikalische Schicht (PHY) wandelt digitale Daten in Laserstrahlen für die Unterwasserübertragung um. Im Gegensatz zu herkömmlichen Standards, die auf allgemeinen kabelgebundenen oder drahtlosen Technologien basieren und unter Wasser Einschränkungen aufweisen, hat Kyocera eigene, für Unterwasserumgebungen optimierte Kommunikationsstandards entwickelt. Diese ermöglichen eine stabile, zuverlässige und hochkapazitive Datenübertragung selbst unter anspruchsvollen Bedingungen.
● Erfolgreiche Erweiterung der Unterwasserbandbreite auf 1 GHz:
Durch die Anwendung eigener Kommunikationsspezifikationen entwickelte Kyocera eine optische Frontend-Schaltung mit einer Bandbreite von über 1 GHz, die die Eigenschaften optischer Halbleiter optimal nutzt. Dies ermöglicht die Übertragung deutlich größerer Datenmengen in derselben Zeit und erleichtert so Live-Videostreaming unter Wasser, Sensordatenübertragung und gemeinsame Inspektionen. Das Ergebnis ist eine Übertragungsgeschwindigkeit, die etwa 2,5-mal höher ist als bei herkömmlichen UWOC-Technologien.

Zukünftige Entwicklungen:
Die Technologie von Kyocera bietet Potenzial für vielfältige Anwendungen, darunter die Echtzeitübertragung von hochauflösenden Videos von autonomen Unterwasserfahrzeugen (AUVs), die präzise Inspektion von Unterwasserinfrastruktur, die sofortige Erfassung großer Mengen ozeanografischer Daten und die simultane Datenerfassung durch mehrere Unterwassersensoren.
Mit zukünftigen Verbesserungen der Reichweite und der Kommunikationsfähigkeit könnte diese Technologie Innovationen in der maritimen Industrie und der akademischen Forschung beschleunigen und zur Entwicklung der nächsten Generation von maritimer IKT-Infrastruktur beitragen.

Weitere Informationen