Die Beteiligung der Universität an BEXUS geht auch auf ein Fach an der Höheren Polytechnischen Schule zurück, das den Wert eines Ausbildungsmodells unterstreicht, das in der Lage ist, bereits im Unterricht Projekte mit internationaler Ausrichtung, hohem technischem Niveau und einer klaren Innovationsorientierung zu fördern.

Ein Vorzeigeprogramm im europäischen Luft- und Raumfahrtökosystem

Das REXUS/BEXUS-Programm, eine Kooperation zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Schwedischen Raumfahrtagentur (SNSA) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), bietet europäischen Universitätsstudenten eine erstklassige experimentelle Plattform, um Technologien unter Bedingungen zu entwickeln und zu validieren, die denen einer Weltraummission sehr nahe kommen.

Im Fall von BEXUS werden die Experimente an Bord eines Stratosphärenballons transportiert, der bis zu einer Höhe von 30 Kilometern aufsteigen kann. Dadurch werden die Nutzlasten extremen Druck- und Temperaturbedingungen ausgesetzt. Die Teilnahme an dieser Initiative bedeutet Zugang zu einem hochkompetitiven Umfeld, in dem die Teams strenge technische Prüfungen durch internationale Experten bestehen und die wissenschaftliche, technologische und operative Machbarkeit ihrer Entwicklungen nachweisen müssen.

BLESS: IoT-Konnektivität unter extremen Bedingungen

Das Projekt, für das UFV ausgewählt wurde, trägt den Namen BLESS (BEXUS HaLow Evaluation in Stratospheric Systems). Ziel ist die erstmalige Charakterisierung des Wi-Fi HaLow-Protokolls (IEEE 802.11ah) im Flug in der Stratosphäre, um das Verhalten dieser Technologie während des Aufstiegs zu analysieren und die Robustheit kommerzieller Hardware unter extremen Umweltbedingungen zu bewerten.

Das Experiment zielt darauf ab, eine bedeutende technologische Lücke zu schließen. Während das Internet der Dinge zuverlässige Kommunikationsstandards zur Verbindung terrestrischer und nicht-terrestrischer Netzwerke erfordert, wurde das Wi-Fi HaLow-Protokoll, das insbesondere aufgrund seiner großen Reichweite vielversprechend ist, noch nicht in der Luft- und Raumfahrt validiert. Die Mission von BLESS besteht darin, dieses Wissen bereitzustellen und einen Maßstab für die Qualität vertikaler Verbindungen zu etablieren, mit potenziellen zukünftigen Anwendungen auf Höhenplattformen und Satelliten.

Interdisziplinäres Talent und angewandte Exzellenz

Das Team setzt sich aus Studierenden der Universität Francisco de Vitoria mit unterschiedlichen ingenieurwissenschaftlichen Hintergründen zusammen, darunter Informatik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Künstliche Intelligenz. Ihre Auswahl als einziges spanisches Team in dieser Ausgabe unterstreicht den Wert junger universitärer Talente und das Engagement der UFV für technologische Exzellenz und angewandte Forschung.

Mario Martínez, Student an der UFV und Teamleiter des BLESS-Projekts, sagte dazu: „Dass unser Projekt in Europa ausgewählt wurde, ist eine große Freude und zugleich eine große Verantwortung. Für die UFV beweist dieser Erfolg, dass akademische Strenge und das Vertrauen in das Talent unserer Studierenden es uns ermöglichen, internationale Spitzenziele zu erreichen und bereits im Hörsaal einen Beitrag zu den großen technologischen Herausforderungen Europas zu leisten.“.

Nächste Phase: Flugkampagne in Schweden

Nach dieser Auswahl steht das Projekt nun vor einer Reihe von Überprüfungs- und Validierungsphasen, die mit der für Oktober 2026 in Schweden geplanten Flugkampagne ihren Höhepunkt finden werden.

Die Teilnahme an BEXUS stellt somit nicht nur eine Anerkennung der geleisteten Arbeit dar, sondern ist auch ein Beweis für die Fähigkeit der UFV, Fachkräfte auszubilden, die mit Strenge, Innovation und internationaler Weitsicht auf die technologischen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft reagieren können.