Cristina Márquez Colás, eine externe Doktorandin des IMDEA Networks Institute, die ein Doktorandenprogramm an der Carlos III Universität Madrid absolviert, und Oscar Amador Molina sind ihre Mentoren.
Nuria Villoria Testillano, Lucía Adrián Tovar, Sandra Caamaño Gómez, Lucía Fernández Rosas und Paula Fernández Rosas sind Schülerinnen im Alter von 15 bis 16 Jahren am ESO (Extended School Office) der IES Velázquez in Móstoles (Madrid). Sie bilden das Team „LPSN Company“, in dem jede von ihnen eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Projekts spielt, das sie nach San Francisco geführt hat. Mit der Unterstützung ihrer Mentoren, der Telekommunikations- und Telematikingenieure und Doktoranden Cristina Márquez und Óscar Amador, sowie ihrer Informatiklehrerin Gloria Roig programmierten die fünf jungen Frauen eine mobile Anwendung, erstellten einen Businessplan und eine Social-Media-Marketingstrategie (@lpsncompany auf Instagram und Twitter).

Die von fünf Teenagern entwickelte App „When & Where“ nutzt Geolocation-Technologie, um vor allem allein unterwegs befindliche Frauen auf der Straße zu schützen. Die bereits im Google Play Store erhältliche App verfolgt den Standort der Nutzerin in Echtzeit und fragt bei Auffälligkeiten nach, ob alles in Ordnung sei. Falls nicht, kann die Nutzerin ihren Kontakt oder den Notruf alarmieren. So zeigt die App im Notfall genau an, wann und wo sich die Nutzerin zum Zeitpunkt des Vorfalls befand. Wie die Entwickler in ihrem Werbevideo erklären, wurden sie durch die zahlreichen Entführungen und Morde an Frauen in Spanien der letzten Jahre inspiriert.
Cristina Márquez, die unter der Betreuung von Albert Banchs, dem stellvertretenden Direktor von IMDEA Networks, an ihrer Doktorarbeit arbeitet, wird die LPSN Company zum Finale der Technovation Challenge begleiten. Nur zwölf Gruppen (sechs aus der Oberstufe und sechs aus der Unterstufe) des Jahrgangs 1966 wurden ausgewählt, um ihre Projekte im Silicon Valley, der Wiege von Technologie und Innovation, zu präsentieren. Das spanische Team tritt gegen Teams aus Brasilien, Kasachstan, Albanien, Indien und den USA an.

Cristina Márquez' Teilnahme an der Technovation Challenge unterstreicht das Engagement von IMDEA Networks für die Wissenschaftsvermittlung und die Förderung von Aktivitäten, die das Interesse junger Menschen an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) stärken. Sie fasst die Bedeutung dieser Aktivitäten wie folgt zusammen: „Meine Hauptaufgabe war es, die Mädchen zu unterstützen, wo immer sie Hilfe benötigten – sei es bei der Entwicklung des Tools oder des Codes oder bei der Formulierung ihrer Botschaft. Als Forscherin habe ich zudem ein Arbeitsumfeld geschaffen, in dem Neugier und Ideenfindung wesentlich für die Weiterentwicklung des Projekts waren. Dies förderte die Teamarbeit und die Motivation der Mädchen, die notwendigen Fähigkeiten zu entwickeln, um die App zu realisieren.“