Die Initiative wird es Spirent und seinen Partnern ermöglichen, einen umfassenden Testrahmen zu entwickeln, der darauf abzielt, die messbare Ausfallsicherheit von PNT-Systemen für CNI-Nutzer, -Betreiber und -Anbieter in Großbritannien zu erhöhen.

Das Projekt, gefördert durch Element 2 des ESA-Programms NAVISP (Navigation Innovation and Support Program), zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Ausfallsicherheit von PNT-Systemen zu schärfen und deren Bewertung zu verbessern. Dazu wird eine Methode zur Evaluierung, Validierung und Klassifizierung von PNT-Geräten und -Diensten in kritischen Infrastrukturen bereitgestellt. Laut dem Bericht der britischen Regierung aus dem Jahr 2023 mit dem Titel „The Economic Impact on the UK of a Disruption to GNSS“ (Die wirtschaftlichen Auswirkungen einer GNSS-Störung auf Großbritannien) könnten die Kosten einer siebentägigen GNSS-Störung die britische Wirtschaft 7,6 Milliarden Pfund kosten. Dies unterstreicht die Bedeutung der Stärkung dieser Systeme, die stark von Satellitentechnologien abhängig sind.

Mark Holbrow, Vizepräsident für Engineering und Produktentwicklung bei Spirent Positioning, betonte, dass diese Initiative Betreibern kritischer Infrastrukturen ermöglichen wird, ihre PNT-Resilienz mithilfe spezifischer technischer Werkzeuge und Rahmenwerke in den nächsten drei Jahren zu messen, zu überwachen und zu verbessern.
Die Initiative unterstützt die Resilient PNT Strategy der britischen Regierung und besteht aus drei Hauptkomponenten:
der Spirent PNT Alliance – einer Kooperation zwischen Unternehmen, Universitäten und Regierungsbehörden zur Entwicklung von PNT-Resilienzdiensten für kritische Infrastrukturen;
dem PNT Shopfront – einer Plattform für Lösungen, die die Einführung resilienter PNT-Systeme und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften erleichtern; und
dem PNT Resiliency Health Check – einer unabhängigen Bewertung von GNSS-Geräten anhand von Leistungs-, Resilienz- und Sicherheitskriterien.

Die Allianz umfasst das Royal Institute of Navigation (RIN) und weitere strategische Partner, um das PNT-Ökosystem in Großbritannien zu stärken. Jährliche Bewertungen werden Schwachstellen aufdecken, Abhängigkeiten analysieren und Fortschritte anhand gemeinsamer technischer Standards messen.
Dr. Ramsey Faragher, Direktor des Royal Institute of Navigation, wies darauf hin, dass gezielte GNSS-Störungen – wie Jamming und Spoofing – immer häufiger vorkommen, insbesondere in der Luft- und Schifffahrt. Dies unterstreicht die Notwendigkeit strenger Tests und robuster Resilienzstandards.
Betreiber kritischer Infrastrukturen in Sektoren wie Finanzen, Energie und Telekommunikation werden von dem neuen Rahmenwerk profitieren, das Großbritannien zudem als international führenden Anbieter von PNT-Resilienztests positioniert.