Das zentrale Schlüsselelement dieser offenen Architektur ist die von MEN entwickelte PACY-Middleware. Sie übernimmt die Kommunikation zwischen der Anwendungssoftware und den Sicherheits-E/A-Karten, die ebenfalls zur MTCS-Familie gehören.

Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen mit einer festen und unflexiblen Hardware-/Softwarekonfiguration öffnet das modulare Zugsteuerungssystem (MTCS) von MEN die wesentlichen Schnittstellen zwischen Steuerelektronik und Anwenderanwendungen. Die MTCS-CPU-Softwarearchitektur trennt „unsichere“ und sichere Bereiche, um Kosten sowie Entwicklungs- und Zertifizierungszeiten zu reduzieren.
Die PACY-Middleware übernimmt die Kommunikation zwischen der CPU, der spezifischen Anwendungssoftware und den sicheren E/A-Karten. Als transparente Abstraktionsschicht steuert PACY die Ausführung von Anwendungsbefehlen unabhängig von den zu steuernden E/A-Schnittstellen.
Das in PACY integrierte FSOE-Protokoll (Security over EtherCAT) gewährleistet die sichere Übertragung und den Schutz der Daten, den sogenannten „Black Channel“.
PACY ist ein modulares Framework und öffnet somit alle Schnittstellen. Dies ermöglicht eine flexible Erweiterung durch individuelle, kundenspezifische Module und die Kommunikation mit beliebigen C-Anwendungen.
Neben separaten SIL-4-Zertifizierungen für die Sicherheits-CPU-Karte F75P und das sichere Betriebssystem QNX wird auch PACY gemäß EN 50128 nach SIL 4 zertifiziert, inklusive der zugehörigen Dokumentation. Weitere Informationen erhalten Sie auf der kommenden InnoTrans.
MTCS bietet eine modulare Lösung für Schienenfahrzeuge und Gleissteuerungssysteme, deren gesamte Komponenten – Hardware, Software und Middleware – bereits SIL-4-zertifiziert sind.

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