Der Durchsatztest wird
. Wenn beispielsweise eine 100-Mbit/s-Leitung vorhanden ist, aber nur eine zugesicherte Datenrate (CIR) von 50 Mbit/s erreicht werden kann, liegt ein Problem vor. Ebenso ist eine 10-Gbit/s-Verbindung, bei der aufgrund von Zuverlässigkeitsproblemen nur 1 Gbit/s empfangen werden kann, inakzeptabel.
Latenz (Umlaufzeit) –
Dies bezeichnet die Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um sein Ziel zu erreichen und zurückzukehren. Diese Art von Test wurde durch Ping-Tests bekannt – eine ineffektive Methode zur Prüfung der Verbindung, deren Gründe später erläutert werden. In jedem Fall ist klar, dass lange Verzögerungen die Benutzererfahrung negativ beeinflussen (auch wenn sie manchmal unvermeidbar sind, wie es häufig bei Satellitenverbindungen der Fall ist).
Frameverluste
treten auf, wenn von einem Ende gesendete Pakete am anderen Ende nicht empfangen werden. Da Ethernet auf der physikalischen Schicht arbeitet, ist die Zuverlässigkeit der Ethernet-Verbindung für die höheren Schichten des OSI-Modells von großer Bedeutung und kann diese erheblich beeinträchtigen. Beispielsweise kann ein Paketverlust von 1 Prozent das Transmission Control Protocol (TCP) um bis zu 80 Prozent verschlechtern. Selbst ein geringer Verlust kann daher die Benutzerfreundlichkeit (QoE) für den Endnutzer drastisch beeinträchtigen.
Der letzte zu testende Parameter ist das Vorhandensein von Jitter im Netzwerk. Jitter hat in einem reinen Datennetzwerk kaum Auswirkungen; übermäßige Paketfluktuationen (Jitter) können jedoch den Dienst in einem Netzwerk stören, das IPTV- oder VoIP-Datenverkehr überträgt. Höhere Protokolle können verspätet eintreffende Datenpakete nicht verarbeiten. Beispielsweise würden bei einem Telefongespräch Datenpakete, die zu spät beim Sprecher eintreffen, verloren gehen, was zu einer verminderten Sprachqualität führt.
Wichtiger Test:
Bei der Prüfung einer Ethernet-Verbindung ist es wichtig, alle Tests mit maximaler CIR (Critical Input Response) durchzuführen. Probleme treten selten auf, wenn die Verbindung nur zu 0,1 Prozent oder weniger ausgelastet ist (wie es bei einem kontinuierlichen Ping-Test häufig der Fall ist), sondern eher bei 100 Prozent Auslastung. Falsche Prioritäten, fehlerhafte Leitungskonfigurationen, Probleme bei der automatischen Aushandlung, mangelhafte Netzwerkplanung und selbst fehlerhafte Kabel oder Netzwerkgeräte machen sich bei geringer Auslastung selten bemerkbar. Eine aussagekräftige Beurteilung der Verbindungsqualität ist nur möglich, wenn das Netzwerk unter Volllast arbeitet. Daher besteht der erste Testschritt darin, sicherzustellen, dass die zugesicherte Datenrate korrekt übertragen wird. Ein Kunde, der eine 10-Mbit/s-Verbindung erwirbt und 100 Mbit/s erhält, wird sicherlich zufrieden sein; ein anderer Kunde, der eine 100-Mbit/s-Verbindung erwirbt und nur 10 Mbit/s erhält, wird unzufrieden sein. Netzwerkplaner und Traffic-Manager verschenken ungern Bandbreite. Daher ist der erste Schritt bei jedem Test, festzustellen, ob die Verbindung die erwartete Leistung erbringt.
Sobald der Durchsatz ermittelt wurde, wird im nächsten Schritt die Frame-Verlustrate im Netzwerk gemessen, um festzustellen, ob der Datenverkehr fehlerfrei verläuft. Da Frames mit einer Fehlerprüfsequenz (FCS) an einem Switch oder Router verloren gehen, gehen fehlerhafte Frames im Netzwerk verloren, bevor sie ihr Ziel erreichen. Um die Verbindungszuverlässigkeit zu bestimmen, muss daher jedem Frame eine Sequenznummer zugewiesen werden. Eingehende Frames werden anschließend auf die korrekte Sequenznummer geprüft, und fehlerhafte oder verlorene Frames werden erkannt. Dadurch lässt sich die Frame-Verlustrate ermitteln.
