Kupferkabel werden bald nicht mehr ausreichen, um den Zugang zu diesen Kommunikationsnetzen zu gewährleisten. Das wachsende Internet-Datennetz erfordert zusammen mit neuen Online- und Multimediadiensten immer höhere Bandbreiten und verbesserte Übertragungstechnologien. Um Übertragungsgeschwindigkeiten von über 50 Megabit pro Sekunde zu erreichen, ist Glasfaserverkabelung im gesamten System notwendig, einschließlich des sogenannten FTTH (Fiber to the Home).
Vorteile: Lebensqualität, Beschäftigung, Vorteile für Europa als Wirtschaftszentrum
Martin Reichle, CEO von R&M, erklärt: „Die Einführung von Glasfaseranschlüssen in Privathaushalten ist keine Utopie. Sie ist die logische Folge der zunehmenden Internetnutzung. FTTH bedeutet Lebensqualität. Nur eine hochwertige Glasfaserinfrastruktur bietet die Bandbreite, Sicherheit und Übertragungsqualität, die für den Betrieb mehrerer Multimedia-Computer, Videospielkonsolen, internetfähiger HDTVs und anderer Netzwerkgeräte in einem einzigen Haushalt erforderlich sind.“.In diesem Jahr fanden europaweit diverse Foren, Seminare und Konferenzen zum Thema FTTH statt. Experten sind sich überall einig, dass Kupferkabel bald überholt sein werden. Das US-amerikanische Marktforschungsinstitut Heavy Reading hat beispielsweise berechnet, dass sich die Zahl der europäischen Haushalte mit FTTH zwischen 2009 und 2013 verfünffachen und von derzeit vier Millionen auf 20 Millionen steigen wird.
Eine im Februar auf dem Europäischen Ratskongress zu FTTH in Kopenhagen vorgestellte Pilotstudie kommt zu dem Schluss, dass FTTH und Ultrabreitbandinfrastruktur dem Bildungs- und Gesundheitswesen, der Telearbeit, der Bauindustrie, dem Dienstleistungssektor und der öffentlichen Verwaltung zugutekommen können. Das deutsche Beratungsunternehmen WIK-Consult argumentierte seinerseits in einer 2008 von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Studie, dass der Ausbau der Breitbandnetze in Europa bis 2015 bis zu zwei Millionen neue Arbeitsplätze schaffen könnte.
Der Ausbau von Breitband und die Nutzung von Online-Anwendungen müssen aktiv gefördert werden, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen, insbesondere in ländlichen Gebieten. Roland Kohler, Leiter des Geschäftsbereichs Öffentliche Netze bei R&M, erklärt: „Ein leistungsstarkes Glasfasernetz wird in Zukunft die Schlüsselinfrastruktur für jedes Unternehmen sein. R&M ist überzeugt, dass Glasfaseranschlüsse in Haushalten und Büros nach dem DSL-Boom der nächste Massenmarkt sein werden. Je besser die Infrastrukturqualität, desto stärker die Nutzung von Online-Unterhaltung, Informationen und Geschäftsdiensten. Dieser Trend ist weltweit zu beobachten und bestätigt, dass FTTH die Zukunft ist.“
Eine weitere Studie des Schweizer Beratungsunternehmens Ventura untermauert diese Ansicht: Haushalte mit FTTH-Anschlüssen generieren dreimal so viel Datenverkehr wie solche mit ADSL-Anschlüssen.
Standards: Der Schweizer Ansatz als Beispiel.
R&M ist der Ansicht, dass die Schweiz zusammen mit ihren Nachbarländern Schweden, den Niederlanden und Italien eine gute Ausgangsposition hat. Das Schweizer Vier-Faser-Modell für FTTH-Anschlüsse für Endnutzer gilt international als Maßstab. Es wurde in Zusammenarbeit mit einer FTTH-Arbeitsgruppe des Schweizer Bundesamts für Kommunikation (OFCOM) entwickelt. Dieses Modell fördert sowohl Kooperation als auch Wettbewerb. Netzbetreiber können dank standardisierter Verkabelung und gemeinsamer Standards Kosten für Verteilerkästen und Anschlüsse einsparen. Nutzer können bei mehreren vorhandenen Kabeln problemlos den Anbieter wechseln. Dies gewährleistet einen offenen Zugang, also Freiheit und Wettbewerb beim Netzzugang.
Kein anderes europäisches Land bietet Netzbetreibern einen so attraktiven Ansatz. Laut R&M gibt es derzeit nicht einmal nationale Standards für den Hausanschluss. Weitere Hindernisse sind ungelöste regulatorische Fragen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene. Die
niederländischen Behörden haben jedoch eine Lösung zur Regulierung des Wettbewerbs in Zugangsnetzen gefunden, die bereits zu einem starken Wachstum von Glasfasernetzen geführt hat. R&M geht davon aus, dass die skandinavischen Länder, das Baltikum, die osteuropäischen Staaten, Österreich, Frankreich und Portugal in den nächsten fünf Jahren einen Anstieg des FTTH-Ausbaus verzeichnen werden. Dieses Wachstum wird besonders stark in Gebieten ausfallen, in denen lokale Anbieter und kleinere Netzbetreiber schnell und marktgerecht agieren, in denen lokale und regionale Entscheidungsträger Druck ausüben und in denen die lokale Nachfrage nach Bandbreite und Internetzugang bei großflächiger Anfrage zuverlässiger ist.
Spanien
innerhalb von 15 Jahren 46 % der Haushalte – insgesamt 13,3 Millionen Haushalte und Unternehmen – über FTTH verfügen. Der Ausbau konzentriert sich, wie bei xDSL, zunächst auf städtische Gebiete, in denen die Betreiber eine realistische Amortisationsgarantie haben. Die CMT schätzt, dass diese Gebiete von durchschnittlich vier bis fünf Betreibern abgedeckt werden.
Dank seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist R&M mit FTTH-Strategien in ausländischen Märkten von Europa bis Fernost vertraut. R&M war in letzter Zeit nicht nur als Berater, sondern auch als Lieferant von Anschluss- und Verteilnetztechnik in einer Reihe von Großprojekten tätig. Laut Martin Reichle ist R&M in der Lage, Glasfasernetze effizient und zu einem vernünftigen Preis an unterschiedlichsten Standorten zu installieren, sei es in Industrieparks, Wohngebäuden oder Bürogebäuden.
Die letzte Hürde: die Hausverkabelung.
R&M betont einen wichtigen Punkt: „Trotz des ganzen Hypes um FTTH sollte man nicht vergessen, dass die Hausverkabelung manchmal nicht die erforderliche Bandbreite bietet.“ Um uneingeschränkt genutzt werden zu können, muss Breitband für Verbraucher in ihren Haushalten ohne Einschränkungen verfügbar sein – genauso wie Wasser, Heizung und Strom. R&M empfiehlt Komplettlösungen, um zu verhindern, dass die Verbindung zwischen Verteilerpunkt und Haushaltsgeräten zum Engpass wird. In dieser Hinsicht hat die Schweiz einen Vorteil gegenüber anderen Regionen. Führende Anbieter bieten die Aufrüstung von Hausverteilersystemen in Häusern und Wohnungen als Teil ihrer Serviceleistungen an.
Laut R&M sind die Kosten überschaubar. Ein Heimnetzwerk lässt sich bereits mit wenigen Hundert Euro installieren. Andreas Klauser, Systemmanager für Hausverkabelung bei R&M, erklärt: „Wir haben für jede Gebäudesituation, insbesondere für ältere Infrastrukturen, ein passendes Design entwickelt. Elektriker, Planer und Gebäudeeigentümer haben freien Zugriff auf diese Designs. Innovative Glasfaserverkabelungssysteme für ältere Gebäude sind jetzt auf dem Markt erhältlich. Sie sind ultradünn, einfach zu handhaben und lassen sich auch bei beengten Platzverhältnissen sicher installieren.“
Für Neubauten und sanierte Gebäude empfiehlt R&M ein strukturiertes Hausverkabelungssystem gemäß EN 50173-4. Dieses ermöglicht professionelle Breitband- und Multimediadienste sowie eine leistungsstarke Datenübertragung für alle Anwendungen im Haushalt. So lässt sich der FTTH-Hausanschluss flexibel in jedem Raum nutzen. Roland Kohler erklärt: „Je besser die Infrastruktur, desto intensiver die Nutzung von Unterhaltungs-, Informations- und Geschäftsdiensten im Internet. Dieser Trend ist weltweit zu beobachten und bestätigt, dass FTTH die Zukunft ist.“ Eine Studie des Beratungsunternehmens Ventura untermauert diese Ansicht: Haushalte mit FTTH-Anschluss generieren dreimal so viel Datenverkehr wie solche mit ADSL-Anschluss.
Modularität: Die Antwort auf Vielfalt im Netzwerkdesign.
Doch jedes Land, jede Stadt und jede Region hat unterschiedliche Gegebenheiten und Ausbaupläne. Die Aufgabe erfordert Erfahrung, Innovation und flexible Verkabelungstechnik – genau die Stärken von R&M. Das Schweizer Unternehmen versteht sich als führender Anbieter, der alle gängigen Konzepte und Protokollsysteme für Breitband- und Ultrabreitbandübertragungen unterstützt. R&M bietet Lösungen für die komplette Installation von Glasfaser- und Hybridnetzen sowie für die schrittweise Migration von Kupfer und Koaxialkabeln zu Glasfaser.
Möglich macht dies das modulare Sortiment an Kupfer- und Glasfaserkabeln. Es deckt den gesamten Kommunikationsweg von Vermittlungsstellen und Rechenzentren über Netzwerkknoten und externe Verteiler bis hin zum Gebäude- und Endkundenanschluss ab, inklusive der Hausvernetzung. Dank des modularen Prinzips können Netzbetreiber ihre FTTH-Projekte entsprechend ihren Strategien, Investitionsmöglichkeiten und lokalen Gegebenheiten planen und so ihre Marktflexibilität ausbauen, um den Anforderungen und dem Wettbewerbsumfeld gerecht zu werden.
R&M hat seine Investitionen in die Entwicklung neuer Glasfaserproduktlösungen im Vergleich zu 2008 um zehn Prozent erhöht. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung von Installation und Service bei gleichzeitiger Erhöhung von Sicherheit und Zuverlässigkeit. Ein Beispiel hierfür ist die kürzlich erfolgte Markteinführung einer neuen Generation von LC-Duplex-Steckverbindern für kompakte Glasfasernetze. Diese neuen Steckverbinder verfügen erstmals über ein Laserschutzsystem und einen Verriegelungsmechanismus, der unbefugtes Trennen verhindert. Dank dieser innovativen Sicherheitsmerkmale lassen sich die neuen R&M LC-Duplex-Steckverbinder nun einfacher und sicherer in öffentlichen Bereichen wie Büro- und Wohngebäuden einsetzen.
