Große Organisationen müssen die Cloud-Einführung unter den Gesichtspunkten Governance, Risikomanagement und betriebliche Anforderungen angehen. Die meisten Unternehmensumgebungen erstrecken sich über Hunderte von Standorten, unterliegen strengen regulatorischen und Cybersicherheitsauflagen und sind auf Infrastrukturen angewiesen, die jahrelang betriebsbereit bleiben müssen. Wenn Cloud-Modelle die Einführung als einfachen Umzug in die Cloud propagieren, können sie die betrieblichen Realitäten großer Unternehmen außer Acht lassen, die Flexibilität einschränken und die langfristige Ausfallsicherheit beeinträchtigen.

„Die physische Sicherheit von Unternehmen funktioniert selten innerhalb eines einzigen Bereitstellungsmodells, und Cloud-Strategien müssen diese Realität widerspiegeln“, erklärt Francis Lachance, Senior Director of Product bei Genetec Inc., und fügt hinzu: „Unternehmen verwalten Cloud-, On-Premises- und Hybridumgebungen parallel, und ihre Systeme müssen nahtlos über alle diese Umgebungen hinweg funktionieren. So gewährleisten Unternehmen Governance, Transparenz und Kontrolle über Umgebungen, die für einen jahrelangen Betrieb ausgelegt sind.“

Unternehmen entscheiden sich aufgrund ihrer Ausfallsicherheit für die Hybrid Cloud, nicht aufgrund ihrer Einfachheit. Die Ergebnisse der aktuellen Genetec-Studie „State of Physical Security 2026“ mit über 7.300 Teilnehmern zeigen, dass die Einführung der Hybrid Cloud eine strategische Designentscheidung ist, die auf langfristigen betrieblichen Anforderungen basiert

• 39 % der Unternehmen nennen Skalierbarkeit als einen Hauptgrund für die Einführung von Hybrid-Cloud-Umgebungen.

• 38 % nennen Redundanz als einen Hauptgrund für die Einführung hybrider Cloud-Umgebungen, was den Fokus auf langfristige Resilienz und Kontinuität unterstreicht.

„Für Unternehmen ist die Cloud ein Betriebsmodell, das ständigen betrieblichen, regulatorischen und Bedrohungsanforderungen standhalten muss“, fährt Lachance fort. „Ziel ist es nicht, ausschließlich ein Cloud-basiertes Unternehmen zu werden, sondern die Cloud so einzuführen, dass Governance und Kontinuität langfristig gewährleistet sind.“

Um eine sichere und stabile Cloud-Einführung zu unterstützen, empfiehlt Genetec vier Prioritäten:

1. Governance muss im Mittelpunkt von Cloud-Entscheidungen stehen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sollte die Cloud-Einführung auf Verantwortlichkeit und nicht auf Bequemlichkeit basieren. Anforderungen an Cybersicherheit, Compliance und Aufsicht müssen von Anfang an berücksichtigt und nicht erst später hinzugefügt werden.

2. Design für hybride Umgebungen: Die Einführung von Cloud-Lösungen in Unternehmen erfolgt selten über Nacht. Die meisten Organisationen betreiben Cloud-, On-Premises- und Edge-Systeme parallel, oft über längere Zeiträume. Die Unterstützung hybrider Umgebungen ermöglicht es Unternehmen, ihre IT-Systeme in ihrem eigenen Tempo zu modernisieren und gleichzeitig die Kontrolle über kritische Infrastruktur und sensible Daten zu behalten.

3. Betrachten Sie die Cloud als Betriebsmodell, nicht als Endziel. Cloud-Implementierungen sollten die Transparenz und Kontrolle physischer Sicherheitssysteme verbessern, nicht die bestehende Infrastruktur vollständig ersetzen. Der Fokus sollte auf der Integration von Cloud-Funktionen in umfassendere Umgebungen liegen, anstatt einheitliche Bereitstellungsmodelle vorzuschreiben.

4. Aufbau langfristiger Resilienz: Von der physischen Sicherheitsinfrastruktur wird erwartet, dass sie auch bei Netzwerkstörungen, Serviceausfällen oder wirtschaftlichen Veränderungen jahrelang betriebsbereit bleibt. Architekturen, die einen autonomen Betrieb und eine schrittweise Reduzierung der Ausfallsicherheit in Cloud-, On-Premise- und Edge-Systemen unterstützen, helfen Unternehmen, die Kontinuität zu wahren, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und sich verändernde Risiken ohne Unterbrechung zu bewältigen.

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