Lesegeräte, Controller, Zugangsdaten und Managementsoftware erzeugen und speichern sensible Informationen und kommunizieren mit anderen Unternehmenssystemen. Sind sie schlecht geschützt, veraltet oder unzureichend verwaltet, können sie sowohl digitale als auch physische Risiken bergen.

Diese Entwicklung fällt mit einem Szenario zusammen, in dem Identität und Zugangsdaten zu einem vorrangigen Ziel von Cyberkriminellen geworden sind. Tatsächlich„Global Threat Intelligence Report 2026“ Identitätsdiebstahl als einen der Hauptvektoren der Cyberkriminalität und schätzt, dass im Jahr 2025 3,3 Milliarden Zugangsdaten von 11,1 Millionen infizierten Geräten gestohlen werden.

In diesem Zusammenhang empfiehlt Genetec, dass physische Sicherheitssysteme denselben Standards unterliegen wie alle anderen Technologien im Unternehmensnetzwerk. Unternehmen müssen wissen, wie schnell sie Updates bereitstellen können, ob die Kommunikation verschlüsselt ist, wie die Benutzerauthentifizierung erfolgt, welche Transparenz hinsichtlich potenzieller Schwachstellen besteht und wie Sicherheitsrichtlinien an verschiedenen Standorten durchgesetzt werden.

Diese Transformation erfordert auch eine engere Zusammenarbeit zwischen physischer Sicherheit und IT. Es genügt nicht mehr, nur zu wissen, wer Zugang zu einem bestimmten Bereich hat. Unternehmen müssen wissen, wer das System verwaltet, wie Berechtigungen erteilt und entzogen werden, wann diese zuletzt überprüft wurden und ob sie durchgängig nachvollziehbar sind.

Wachstum erschwert die Zugangskontrolle.
Das Problem verschärft sich in Organisationen mit mehreren Standorten, Übernahmen, externen Dienstleistern, Zeitarbeitern oder häufigen Stellenwechseln. Wenn verschiedene Standorte unterschiedliche Verfahren für die Ausstellung von Ausweisen, die Genehmigung von Anträgen oder die Überprüfung von Berechtigungen anwenden, steigt das Risiko, den Überblick darüber zu verlieren, wer zu welcher Einrichtung Zugang hat.
Infolgedessen behalten manche Mitarbeiter möglicherweise Berechtigungen, die sie nicht mehr benötigen, Richtlinien können unnötigerweise zwischen den Standorten variieren, und Sicherheitsteams haben unter Umständen Schwierigkeiten, veraltete Berechtigungen oder verdächtiges Verhalten zu erkennen.

Genetec setzt daher auf Standardisierung und Automatisierung als wesentliche Elemente für die Skalierung des Zugriffsmanagements. Rollenbasierte Modelle und die Integration mit Personal- und Identitätsmanagementsystemen ermöglichen die automatische Anpassung von Berechtigungen an die aktuellen Verantwortlichkeiten jeder Person und verhindern so, dass Zugriffe für nicht mehr bestehende Bedürfnisse gewährt werden.

„Da die Zutrittskontrolle zunehmend in Unternehmensnetzwerke und Identitätsmanagementplattformen integriert wird, kann sie nicht länger als isolierte Infrastruktur betrachtet werden. Unternehmen müssen nicht nur wissen, wer eine Tür öffnen darf, sondern auch, warum diese Berechtigung besteht, wann sie zuletzt überprüft wurde und ob diese Entscheidung in allen ihren Einrichtungen einheitlich angewendet und nachvollzogen werden kann“, sagt Rafael Martín, Vertriebsleiter für Südeuropa bei Genetec.

Für Genetecgeht es bei der Modernisierung der Zutrittskontrolle nicht mehr nur um die Aufrüstung der Hardware. Sie erfordert auch die Etablierung klarer Prozesse, die kontinuierliche Überwachung, die Automatisierung der Berechtigungsverwaltung und die Stärkung der Koordination zwischen den Teams für physische Sicherheit, IT, Compliance und Risikomanagement.