Die Ergebnisse unterstreichen die engere Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und das gestiegene Interesse an Technologien, die ein besseres Lagebewusstsein und eine fundiertere Entscheidungsfindung fördern. Physische Sicherheit entwickelt sich vom reinen Schutz hin zur Stärkung der Geschäftsergebnisse. Der Bericht zeigt einen Wandel in der Implementierung und Wertschätzung physischer Sicherheitssysteme auf. Sie werden nicht mehr nur als zusätzliche Schutzebene betrachtet, sondern entwickeln sich zu einer Geschäftsfunktion, die zu übergeordneten Unternehmenszielen beiträgt.
„Da Sicherheit immer stärker in die Gesamtstruktur des Unternehmens integriert wird, entwickelt sie sich zu einem echten Wegbereiter für Geschäftsergebnisse und hilft Unternehmen, kohärenter zusammenzuarbeiten, effektiver zu reagieren und sich auf langfristige Ziele zu konzentrieren“, sagt Christian Morin, Vizepräsident für Produktentwicklung bei Genetec Inc.
Die Modernisierung schreitet mit steigender Nachfrage nach integrierten Systemen rasant voran. Umfrageergebnisse zeigen, dass Unternehmen der Modernisierung ihrer physischen Sicherheitssysteme Priorität einräumen, um diesen Wandel hin zu einer stärkeren Zusammenarbeit und fundierteren Geschäftsentscheidungen zu unterstützen.
Mehr als 70 % der Befragten nutzen einheitliche oder integrierte Systeme, und 60 % geben an, dass die Integration neuer Funktionen ihr Hauptgrund für die Ablösung veralteter Technologien ist. 51 % nennen den Zugang zu neuen Funktionen als weiteren wichtigen Faktor. Rafael Martín, Vertriebsleiter für Südeuropa bei Genetec, erklärt: „In Spanien wünscht man sich weniger Integration und mehr Vereinheitlichung.“
Im Fallbeispiel Spanien wurden die überzogenen Vorschriften bezüglich Einbruchs- und Zugriffskontrolle hervorgehoben. Darüber hinaus wurde die steigende Kaufkraft der IT-Abteilungen festgestellt.
Die am häufigsten ausgetauschten Systeme in Spanien waren im vergangenen Jahr Videoüberwachungskameras und Zutrittskontrollsysteme.
Diese Trends spiegeln ein wachsendes Interesse an multifunktionalen Systemen wider, die operative Informationen liefern und Teams dabei helfen, ihre bestehenden Investitionen optimal zu nutzen. Langfristige Lieferantenstabilität wird zu einem entscheidenden Auswahlkriterium.
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Unternehmen großen Wert auf die Auswahl von Herstellern legen, die sie als stabil und zuverlässig einstufen. 73 % der Endnutzer geben an, dass die langfristige Tragfähigkeit und Stabilität des Anbieters entscheidende Faktoren bei der Bewertung von Lösungen sind, gefolgt von Produktleistung und Preisindikatoren mit 45 % bzw. 43 %. Dies deutet auf eine klare Präferenz für Partner hin, die Kontinuität bieten, langfristige Modernisierungsbemühungen unterstützen und im Zuge der Systementwicklung zuverlässige Produkte entwickeln können.
Das Interesse an KI wächst, doch Teams wünschen sich praktische Vorteile. KI gewinnt zunehmend an Bedeutung. Erstmals zählt KI neben Zutrittskontrolle und Videoüberwachung zu den wichtigsten Projektprioritäten für 2026. Das Interesse an der Einführung von KI hat sich seit dem Vorjahresbericht mehr als verdoppelt. Anwender erkennen den Wert einer Technologie, die bei der Alarmverwaltung hilft, Ermittlungen unterstützt und Ablenkungen in kritischen Situationen oder Notfällen reduziert, in denen höchste Konzentration erforderlich ist. Gleichzeitig äußern 70 % Bedenken hinsichtlich der Konzeption und Implementierung von KI-Systemen, insbesondere im Hinblick auf die Datennutzung und das Verständnis der Funktionsweise von KI. Dies unterstreicht den Bedarf an klaren Richtlinien seitens der Anbieter. Hybrid-Cloud-Lösungen werden bevorzugt und prägen die Zukunft der Sicherheitsinfrastruktur.
Die Cloud spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei der Konzeption und Wartung von Sicherheitsinfrastrukturen. Endnutzer nennen automatische Updates, einfache Bereitstellung und unkomplizierte Wartung als entscheidende Vorteile. Die Befragten gehen davon aus, dass die Cloud-Nutzung bis 2026 anhalten wird, unterstützt durch die Flexibilität, selbst zu entscheiden, welche Workloads lokal verbleiben und welche in die Cloud verlagert werden.
Prognose für 2026
Der Bericht liefert zudem Einblicke in die Prioritäten für 2026, darunter die Modernisierung der Zugriffskontrolle, Initiativen zur Cybersicherheit und der zunehmende Einsatz von Analysen. Er bietet außerdem Ergebnisse für verschiedene geografische Regionen und zusätzliche Prognosen, um Unternehmen bei der Planung ihrer nächsten Schritte zu unterstützen.
Im Falle Spaniens hob Rafael Martín die Verzögerung von Projekten aufgrund fehlender öffentlicher Mittel, den Mangel an qualifiziertem Personal in diesem Sektor sowie die Bedeutung der Dienstleistung und des Mehrwerts von Anbietern von Sicherheitssystemen hervor.
Weitere Informationen und den Bericht „State of Physical Security 2026“ zum Download finden Sie unter State of Electronic Security 2026 | Genetec
Erhebungsmethodik
Der Bericht basiert auf den Antworten von 7.368 Experten für physische Sicherheit aus sechs Regionen (USA und Kanada, Lateinamerika und Karibik, Europa, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika sowie Australien und Neuseeland). Zu den Teilnehmern zählten Endnutzer, Vertriebspartner, Berater und Hersteller aus Unternehmen aller Größen und Branchen. Die Umfrage wurde zwischen dem 18. August und dem 15. September 2025 durchgeführt; in die Analyse flossen nur vollständig ausgefüllte Fragebögen ein.
