Mit dem Aufkommen des digitalen Fernsehens, insbesondere des hochauflösenden Fernsehens, steigen die Sicherheitsanforderungen weiter. In einigen Regionen, wie beispielsweise den nordischen Ländern, ist die Verschlüsselung aller Übertragungen bei der Ausstrahlung von digitalem Fernsehen in Wohngebieten oder privaten Netzwerken bereits Pflicht. In anderen Ländern sind die Vorschriften weniger streng oder befinden sich noch in der Entwicklung, doch zeichnen sich folgende Trends ab:- Es soll vorgeschrieben werden, dass alle hochauflösenden Inhalte von kostenpflichtigen Plattformen bis hin zum Fernseher vollständig verschlüsselt werden.
- Verlangen, dass geschützte Inhalte unsichtbare Markierungen („digitale Wasserzeichen“ oder Wasserzeichen) aufweisen, die es ermöglichen, ihren Ursprung zu identifizieren, falls sie auf nicht autorisierte Vertriebskanäle (z. B. das Internet) gelangen.
Diese Einschränkungen stellen eine erhebliche technologische Herausforderung für den professionellen Fernsehinstallateur und seine Lösungsanbieter dar, da sie sich mit Installationen von einer Komplexität konfrontiert sehen, die bisher großen Kabelnetzen vorbehalten war.
Nachfolgend stellen wir die neuen Sicherheitstechnologien vor, die wir in kollektiven Fernsehanlagen immer häufiger benötigen werden.
Header-Verschlüsselung.
Systeme für bedingten Zugriff werden in solche für Rundfunkumgebungen (z. B. digitales Satelliten- oder terrestrisches Fernsehen) und solche für IP-Umgebungen (z. B. IPTV-, DOCSIS- oder WebTV-Netzwerke) unterteilt. Der Hauptunterschied zwischen den beiden besteht in der Verfügbarkeit eines Rückpfads, der die Überprüfung der Integrität des Sicherheitssystems ermöglicht.
Diese in großen Fernsehverteilnetzen üblichen Systeme waren in Hotels und Wohnanlagen bisher unbekannt. Die Digitalisierung und die zunehmende Verfügbarkeit von HD-Inhalten erfordern den Einsatz von Verschlüsselungssystemen, die die Videoübertragung bis zum Fernsehbildschirm schützen. Für Rundfunknetze gibt es bereits kostengünstige Systeme wie beispielsweise Philips VSecure, das die Entschlüsselung direkt in den Fernseher integriert (und somit eine separate Set-Top-Box überflüssig macht).
Wasserzeichensysteme:
Zusätzlich zur Installation eines Verschlüsselungssystems können Inhaltsanbieter auch die Implementierung von Wasserzeichensystemen vorschreiben, um die Rückverfolgbarkeit im Falle illegaler Verbreitung von Inhalten zu gewährleisten. Diese Wasserzeichen müssen für den Betrachter unmerklich und gleichzeitig robust genug sein, um typischen Videobearbeitungsvorgängen standzuhalten, wie beispielsweise:
– Aufnahme mit einer Digitalkamera.
– Transkodierung zur Reduzierung der Dateigröße.
– Änderung des Videoformats (z. B. Konvertierung von MPEG-Video in Windows Media).
Autor:
David Domínguez, Projektleiter der Multimedia-Abteilung von Ikusi.
