Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte Teo Holguín, Anwendungsingenieur bei Vertiv Spanien, diese innovativen Lösungen und bekräftigte, dass der Markt für Rechenzentren stetig wächst und sich weiterentwickelt. Spanische Ingenieure entscheiden sich daher für Produkte, die maximale Kühlleistung und Kontinuität gewährleisten. Eine der von Vertiv angebotenen Optionen sind Kühllösungen für Rechenzentren ohne Doppelboden, die zahlreiche Vorteile bieten.
Eine Option, die die Herausforderungen angeht
Trotz globaler Herausforderungen wie Lieferkettenkrisen, steigenden Rohstoff- und Produktkosten sowie Fachkräftemangel nimmt der Bau großer Rechenzentren im Land immer mehr zu. Die meisten dieser Rechenzentren nutzen bodenlose Kühltechnologien.
Diese Art der Kühlung konzentriert sich auf vier grundlegende Ziele, die den Bedürfnissen von Rechenzentren gerecht werden. Erstens werden standardisierte Lösungen angestrebt, die in allen Rechenzentren weltweit implementiert werden können, wodurch Bauzeit und Markteinführungszeit deutlich verkürzt, Kosten (Investitions- und Betriebskosten) gesenkt und der Ressourcenverbrauch reduziert werden.
Die Installation eines hochwertigen Doppelbodens ist kostspielig und zeitaufwendig, weshalb Technologien zur direkten Luftzufuhr in den Raum zunehmend eingesetzt werden. In Anwendungen ohne Doppelboden gestaltet sich die Luftverteilung im Raum jedoch komplexer als bei herkömmlichen Doppelbodensystemen. Daher ist die Planung solcher Anwendungen oft aufwendiger und erfordert CFD-Studien zur Validierung des Raumlayouts sowie zur Sicherstellung der notwendigen Redundanz gegenüber verschiedenen Ausfallszenarien.
Zwei unterschiedliche Kühlarchitekturen
Ein weiteres Diskussionsthema im Laufe des Tages war der festgestellte Bedarf an größeren Luftzufuhrflächen. Ausgehend von dieser Prämisse wurden zwei unterschiedliche Kühlarchitekturen entwickelt:
Perimeter-Klimageräte: Diese Art der Klimatisierung basiert auf einem angepassten Konzept herkömmlicher, leistungsstarker CRAH (Computerraum-Klimageräte) und wird in Rechenzentren mit einem Bedarf an Klimaanlagen bis zu 250 kW eingesetzt. Sie lassen sich jedoch auch an kleinere Systeme anpassen. Das Gerät besteht aus zwei Modulen: dem Ventilatormodul an der Oberseite und dem Verdampfermodul mit einer großen Luftauslassfläche an Vorder- oder Rückseite, um verschiedene Raumaufteilungen zu ermöglichen. Da die Geräte im IT-Raum installiert werden können, entfällt der Bedarf an einem Technikkorridor. Ziel dieser Lösung ist die Minimierung der Investitionskosten (CAPEX) für die Klimatisierung.
Thermische Wandgeräte für Servicekorridore: Dieses standardisierte Produkt wurde bereits in den USA eingesetzt. Es wurde nun mithilfe speziell für diesen Produkttyp konzipierter Labore an die europäischen Marktstandards angepasst. Die Einführung dieser Produkte unterstreicht Vertivs Mission der technologischen Innovation und ermöglicht es Kunden, Design und Betrieb ihrer Rechenzentren zu optimieren. Das Konzept basiert auf der Anpassung einer Lüftungsanlage: Die Luft strömt durch Filter, Ventilatoren und einen Wärmetauscher, und die Anlage muss in einem Technikraum installiert werden. Obwohl sie höher als die Mega-CRAH ist, erreicht sie eine höhere Leistung und Effizienz und senkt somit die Betriebskosten der Klimaanlage.
Zum Schluss sprach Teo Holguín über eine der Lösungen, die Vertiv kürzlich auf den Markt gebracht hat:
Vertiv™ Liebert® CWA ist eine Kühlwandlösung, die neue Maßstäbe für wassergekühlte Klimageräte in bodenlosen Systemen setzt. Durch den Einsatz dieses Produkts profitieren Kunden von den Vorteilen bodenloser Raumkonzepte, darunter Kosten- und Zeitersparnis sowie höhere Kühlleistung und -dichte. Die Lösung gewährleistet eine gleichmäßige Luftverteilung in bodenlosen Systemen und schafft gleichzeitig mehr Platz für Rack-Installationen und eine höhere Rechendichte.
