Intelligente Oberflächen sind Metamaterialien, also künstliche Materialien, die in der Natur nicht vorkommen. Sie besitzen einzigartige und faszinierende Eigenschaften: Anders als beispielsweise Spiegel können sie Datenwellen auf unkonventionelle Weise reflektieren. Bisher wurden ausgesendete Signale unkontrolliert in alle Richtungen reflektiert, doch dank dieser neuen Technologie werden die Signale präzise und gezielt zum Empfänger geleitet. Dies ist ein bedeutender Fortschritt, da er unter anderem Folgendes ermöglicht:

• Sie reduzieren den Energieverbrauch, da sie die Stärke des ausgesendeten Signals regulieren, was der Umwelt zugutekommt und die Batterielebensdauer verlängert;

• Sie reduzieren die Störpegel und verbessern dadurch die Netzabdeckung, da sie die Signale verstärken können, sodass diese die Geräte stärker und deutlicher erreichen;

• Verbesserte Sicherheit durch robustere und zuverlässigere Verbindungen. Die Ergebnisse des Projekts, an dem zwei koreanische Universitäten, POSTECH (in Pohang) und die Korea University (in Seoul), beteiligt sind und das von der Koreanischen Nationalen Forschungsstiftung finanziell unterstützt wird, wurden kürzlich vom Leiter des Fractus-UPF-Lehrstuhls, Prof. Angel Lozano, auf dem SAL-Symposium zu 6G in Linz (Österreich) vorgestellt.

2. Fractus-UPF mit intelligenter OberflächeDie Forschung begann 2022 im Rahmen des Fractus-UPF-Lehrstuhls für Technologietransfer und 6G. Intelligente Oberflächen haben sich zu einem der wichtigsten Forschungsgebiete für zukünftige drahtlose Netzwerke entwickelt, die ab 2030 implementiert werden sollen. Professor Angel Lozano, Dozent und Forscher an der Universität Pompeu Fabra (UPF), erklärt dazu: „Die Forschung ist anspruchsvoll, da sie die präzise Konfiguration einer intelligenten Oberfläche erfordert, sodass alle gesendeten Signale zum vorgesehenen Nutzer und von anderen Punkten weg reflektiert werden. Gelingt uns dies, könnte diese Technik die Leistung drahtloser Netzwerke deutlich steigern, und die bisherigen Ergebnisse sind sehr vielversprechend.“ Im Rahmen des Fractus-UPF-Lehrstuhls für Technologietransfer und 6G erhalten die Forscher zudem von Fractus Unterstützung beim Schutz der geistigen Eigentumsrechte für die entwickelten Zukunftstechnologien und deren Marktpotenzial in Form von Produkten und Dienstleistungen. 

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