Forscher der Polytechnischen Universität Madrid (UPM) haben die erste empirische Studie eines auf dieser Technologie basierenden Netzwerks durchgeführt. Ihre Analyse gibt Aufschluss darüber, was zu erwarten ist, wenn diese Dienste eine breitere kommerzielle Anwendung finden.

ist führend im Bereich der mobilen Satellitenverbindungen Starlink. Die SpaceX-Tochter startete Ende 2024 einen DS2D-Dienst für T-Mobile-Kunden in den USA. Zunächst bot dieser nur die Möglichkeit, SMS zu senden und zu empfangen; Daten- und Sprachdienste waren jedoch für später geplant. Eine Studie, durchgeführt von Forschern der Höheren Technischen Schule für Telekommunikationstechnik (ETSIT-UPM) in Zusammenarbeit mit Weplan Analytics, nutzte passive Mobilfunknetzmessungen, die mit Android-Smartphones erfasst wurden, und lieferte wertvolle Informationen zu den Möglichkeiten, Grenzen und der zukünftigen Entwicklung der DS2D-Technologie für den Ausbau der mobilen Konnektivität.

neue direkte Mobilfunkverbindung via Satellit

Die Autoren stellten eine starke Korrelation zwischen der Anzahl der eingesetzten Satelliten und dem Umfang der Messungen im analysierten Zeitraum von Oktober 2024 bis Juli 2025 fest. Die meisten DS2D-Messungen konzentrierten sich auf gut erreichbare Gebiete mit schwacher terrestrischer Netzabdeckung, wie Nationalparks und dünn besiedelte Landkreise. Basierend auf diesen Messungen schätzen sie die Kapazität dieser Technologie derzeit auf etwa 3 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) pro Satellitenstrahl (aufgeteilt auf die Nutzer desselben Strahls). Sie räumen jedoch ein, dass dank der verschiedenen Strategien, die Starlink in seinem Netzwerk implementiert, in naher Zukunft Raten von bis zu 18 Mbit/s pro Strahl erreicht werden könnten.

„Unsere Studie belegt, dass DS2D nicht nur ein theoretisches Konzept ist, sondern bereits implementiert wird, was voraussichtlich bald auch in Spanien der Fall sein wird“, erklärt eine der Autorinnen, Zoraida Frías, Mitglied der Forschungsgruppe für Informations- und Kommunikationstechnologien (GTIC). Die Professorin der ETSIT-UPM betont, dass dies „zu einem entscheidenden Zeitpunkt“ komme, da es „unerlässlich ist, eine zeitnahe, auf Messungen basierende Analyse“ des neuen Dienstes und seiner entsprechenden Erweiterungen durchzuführen. „Angesichts der rasanten Entwicklung und des zunehmenden Wettbewerbs im Bereich der Satellitenkonnektivität sind empirische Erkenntnisse wie diese unerlässlich, um sowohl Branchenstrategien als auch politische Entscheidungen im Zusammenhang mit DS2D-Technologien zu steuern“, so Frías.