Die Studie zeigt, dass die Übertragungszeit von Nutzerdaten vom Gerät des Spielers zum Server und zurück deutlich verkürzt wird, wenn die Daten auf nahegelegenen Servern in Mobilfunknetzen (wie z. B. 5G) anstatt in der Cloud verarbeitet werden. Laut Ajmone „Dieser Ansatz verkürzt die Distanz, die die Daten zurücklegen, was zu geringeren Latenzzeiten und einer geringeren Wahrscheinlichkeit von Überlastungen auf den Verbindungen führt.“.
Welche Vorteile bietet das?
Der größte Vorteil ist ein schnelleres und flüssigeres Spielerlebnis, insbesondere in Genres, in denen jede Millisekunde zählt, wie beispielsweise Echtzeit-Shooter. „Geringere Latenz ist entscheidend in Spielen, in denen die Reaktionszeit über den Erfolg des Spielers entscheidet“, so Mancuso. Darüber hinaus verbessert sich die Videoqualität, da „die kürzere Übertragungsstrecke des Spielvideos im Netzwerk die Verwendung hochwertigerer Videocodierungen ermöglicht“.
Das Modell ist auch ein sehr nützliches Werkzeug für GaaS-Anwendungsmanager (Gaming as a Service), da es ihnen erlaubt, die optimale Leistungskonfiguration für neue Spielergruppen auszuwählen. Dies gewährleistet den optimalen Betrieb des GaaS-Systems und ein bestmögliches Spielerlebnis für die Spieler.
Eine vielversprechende Zukunft für Gaming as a Service (GaaS):
Der Erfolg dieser Technologie hängt auch von der Zusammenarbeit zwischen Spieleentwicklern und Netzbetreibern ab. „Entwickler müssen verteilte Versionen ihrer Game-Engines implementieren, und Netzbetreiber müssen Edge-Computing-Einrichtungen bereitstellen, die für Drittanbieter – in diesem Fall Spieleanbieter– offen sind“, erklärt Ajmone.
Mit zunehmender Verfügbarkeit von Edge Computing könnte dieses Modell die Art und Weise, wie wir spielen und mit neuen digitalen Technologien interagieren, grundlegend verändern und das Unterhaltungserlebnis für Millionen von Nutzern revolutionieren.
