Rajeev Suri, CEO von Nokia Siemens Networks, betonte heute das Engagement des Unternehmens für die Transformation von Mobilfunknetzen und die Bewältigung der rasanten Zunahme mobiler Endgeräte. Zu diesem Engagement gehört die Einrichtung eines „Smartphone Experience Lab“ in den Räumlichkeiten von Telefónica in Madrid.
Während ihrer Teilnahme an dem zuvor erwähnten Telekommunikationstreffen in Santander nutzte Suri die Gelegenheit, um zu bestätigen, dass Nokia Siemens Networks aufgrund der derzeit guten Lage des Unternehmens einige Interessensbekundungen von verschiedenen Private-Equity-Fonds erhalten hat.
„Smartphones sind weltweit auf dem Vormarsch, und Spanien zählt zu den am schnellsten wachsenden Märkten, noch vor Deutschland, Schweden, Großbritannien und den USA“, kommentierte Suri. „Die Netze müssen sich – und zwar sofort – transformieren, um den massiven Anstieg des Daten- und Signalverkehrs durch Smartphones zu bewältigen. Unsere Lösung ist die einzige, die diesen Anstieg auffangen kann, während sich die Netzbetreiber auf die bevorstehende Einführung von LTE-Netzen (Long Term Evolution) vorbereiten.“.
Zu den Nachrichten über das Interesse von Private-Equity-Fonds an Nokia Siemens Networks, die nach Investitionsmöglichkeiten suchen, erklärte Suri: „Ich betrachte dieses Interesse, das nicht von uns provoziert wurde, als Beweis für die Fortschritte, die wir erzielen.“
Suri erklärte, dass sich das Unternehmen in die richtige Richtung entwickle, Marktanteile in wichtigen Segmenten gewinne, eine starke Führungsrolle bei Technologien der nächsten Generation wie LTE einnehme, eine verbesserte finanzielle Performance aufweise, bedeutende neue Vereinbarungen getroffen habe und kürzlich die drahtlose Infrastruktur von Motorola übernommen habe.
In Santander sprach Suri vor Führungskräften, Wirtschaftsvertretern und Entscheidungsträgern der Telekommunikationsbranche über die Herausforderungen, die die rasante Verbreitung von Smartphones und deren Auswirkungen auf Mobilfunkbetreiber mit sich bringt. Viele Smartphone-Apps sind permanent aktiv und erzeugen bis zu achtmal mehr Datenverkehr als Laptops mit Mobilfunkverbindung. Dies kann verschiedene Netzwerkkomponenten überlasten, sodass diese über längere Zeiträume keine zusätzlichen Daten oder Sprachanrufe mehr verarbeiten können, was die Netzwerkqualität beeinträchtigt. Dieses Phänomen ist weltweit in Netzen mit hohem Smartphone-Verkehr zu beobachten und könnte, wenn nicht gegengesteuert wird, immer häufiger auftreten.
Die Erwartungen der Smartphone-Nutzer steigen, parallel zum Wachstum einer Generation, die an permanenten Festnetz-Breitbandanschluss gewöhnt ist. Diese Nutzer erwarten heute, unabhängig von ihrem Standort verbunden zu sein. Beispielsweise nutzen von den aktuell 500 Millionen aktiven Facebook-Nutzern rund 150 Millionen ein Mobilgerät für den Zugriff auf den Dienst, und diese mobilen Nutzer sind doppelt so aktiv wie Nutzer ohne Mobilgerät (*).
„Daher ist es für Betreiber weltweit unerlässlich, neue Wege zu finden, um den bis 2015 erwarteten Anstieg des Datenverkehrs durch intelligente Geräte um 10.000 Prozent zu bewältigen“, erklärte Suri.
Nokia Siemens Networks hat kürzlich das Projekt „London Experience“ abgeschlossen, bei dem das Netz von Telefónica O2 optimiert und die Signallast minimiert wurde. Es handelt sich um das schnellste mobile Breitbandnetz in London, wie unabhängig bestätigt wurde (**).
Suri bestätigte außerdem, dass Nokia Siemens Networks gemeinsam mit Telefónica und Nokia an einer Initiative arbeitet. Das Smartphone Experience Lab wurde kürzlich in den Räumlichkeiten von Telefónica in Madrid eröffnet. Ziel ist es, die optimale Konfiguration zwischen Mobilgeräten, Anwendungen und Netzwerken zu finden. Dadurch sollen negative Auswirkungen von Smart-Geräten auf das Netzwerk minimiert, der Ressourcenverbrauch optimiert und die Leistung von Geräten und Anwendungen verbessert werden, um Kunden ein bestmögliches Nutzererlebnis zu bieten. Die Ergebnisse des Labors werden Richtlinien für die optimale Netzwerk- und Gerätekonfiguration sowie die Anwendungsentwicklung umfassen.
Das Smartphone Experience Lab ist Teil der umfassenden Smartphone-Aktivitäten von Telefónica. Ziel ist es, die Kundenerfahrung bei der Nutzung von Apps für mobile Endgeräte zu verbessern und potenzielle zukünftige Probleme durch Smartphones und zugehörige Anwendungen nach Möglichkeit zu minimieren. Zu diesem Zweck arbeitet Telefónica eng mit Drittanbietern wie Netzwerk- und Geräteherstellern, darunter Nokia Siemens Networks und Nokia, sowie anderen Mobilfunkbetreibern zusammen.
(*) Statistiken auf Facebook: http://www.facebook.com/press/info.php?statistics
(**) Tests des Testunternehmens SIRODA vom Januar 2010 ergaben, dass das Netz von Telefónica O2 den schnellsten mobilen Internetzugang in London bot. Die Tests wurden unabhängig von der britischen Zulassungsbehörde für Telekommunikation (Approvals Board for Telecommunications) bestätigt.
