So sehr, dass unser Land im Vergleich mit zwölf anderen Ländern und Regionen – Spanien, Italien, Portugal, Mexiko, Brasilien, dem südlichen Kegel, Kolumbien und Mittelamerika, den Philippinen, der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und China – eine Technologieadoptionsrate von 8 von 10 Punkten aufweist. Die Daten stammen aus dem Innovation Telescope, dem ersten Trendbericht des neuen Innovationsobservatoriums, das im Rahmen des Technologieplans der Indra Group ins Leben gerufen wurde. Mit diesem Plan will die Gruppe die europäische Innovation vorantreiben und zur technologischen und disruptiven Souveränität beitragen.
Das Technologieunternehmen rüstet sich mit Tools wie diesem aus, um aktuelle Technologietrends zu erfassen und zu analysieren, wichtige Forschungs- und Entwicklungsbereiche zu identifizieren und die Zukunft der Branche vorherzusehen. Während die USA und China weiterhin die Entwicklung nahezu aller Technologien anführen, zeigen die anderen analysierten Länder und Regionen je nach Branche und Disziplin eine starke Performance. Laut der Studie zeichnet sich die EU insgesamt durch die Entwicklung nachhaltiger Technologien und, wie im Fall Spaniens, durch ihre Cybersicherheit und KI-Anwendungen aus, die menschliche Fähigkeiten erweitern. Joaquín Ponz, Direktor des CTO-Bereichs – Portfolio & Innovation Governance bei der Indra Group, ist überzeugt: „Innovation Telescope etabliert sich als strategische Initiative, um Technologietrends frühzeitig zu erkennen und produktive Sektoren mittel- und langfristig zu transformieren. Durch die Kombination von künstlicher Intelligenz und Expertenanalysen identifiziert und analysiert dieses Observatorium zukunftsweisende Technologien mit besonderem Augenmerk auf die disruptivsten Anwendungsfälle.“
Von Post-Quanten-Kryptographie bis hin zu KI-gestützten synthetischen Menschen
Quantencomputing revolutioniert weltweit den technologischen Fortschritt, auch in Spanien, wo Unternehmen wie die Indra Group an seiner Entwicklung und Anwendung arbeiten. Dies gilt insbesondere für Quantensensorik und -kommunikation, die in weniger als fünf Jahren einen beispiellosen Wandel erleben dürften. In diesem Zusammenhang bestätigt der Bericht des Innovation Telescope die Fortschritte bei der Post-Quanten-Kryptographie – auch bekannt als Sicherheitsalgorithmen –, die für die derzeitigen Verschlüsselungsmodelle von Banken, Regierungen und Unternehmen unerlässlich sein wird, um potenziellen Angriffen durch Quantencomputer in naher Zukunft standzuhalten. Ein weiterer vom Observatorium identifizierter Trend ist die zunehmende Verbreitung multifunktionaler Roboter.
Anders als herkömmliche Fließbandroboter können diese Maschinen komplexe und vielfältige Aufgaben übernehmen, da sie programmierbar sind und über generative künstliche Intelligenz verfügen. Dadurch sind sie in der Lage, sich an unterschiedlichste Branchen anzupassen. So eröffnen sie vielfältige Einsatzmöglichkeiten, von der Telepflege älterer Menschen – einer der wichtigsten mittelfristig erwarteten Entwicklungen – bis hin zum Schweißen auf Plattformen oder Pipelines in der Tiefsee. Technologische Trends erforschen auch die Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Ein Paradebeispiel ist die Entwicklung synthetischer Menschen zur Simulation sozialer Interaktionen in bestimmten Umgebungen – beispielsweise im Management kritischer Infrastrukturen. Dies stellt einen neuen Quantensprung in der künstlichen Intelligenz dar, die es durch die Entwicklung groß angelegter linguistischer Modelle (LLMs) ermöglicht, menschliches Verhalten vorherzusagen, zukünftige Szenarien zu bewerten und mögliche Reaktionen vorzuschlagen.
Null Vertrauen angesichts von Bedrohungen und sicherer Information
Die Cybersicherheit entwickelt sich stetig weiter, um immer komplexeren Bedrohungen zu begegnen. Zu den aufkommenden Trends zählt die Einführung kollaborativer Architekturen, die zusammen mit Zero-Trust-Architekturen – welche eine kontinuierliche Authentifizierung und Verifizierung für jede Zugriffsanfrage erfordern – eine neue technologische Welle auslösen. Diese Lösungen erweitern ihre Funktionalitäten durch die weltweite Integration künstlicher Intelligenz und finden Anwendung in Bereichen wie der Bedrohungserkennung und zunehmend auch in der Cybersicherheit von Lieferketten. Ein weiterer Trend in der Cybersicherheit wird durch die Bedeutung des Informationszugangs, dessen Dezentralisierung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Sicherheitsstandards durch Blockchain-basierte Technologien und vor allem durch digitales Vertrauen angetrieben – also die Fähigkeit, Daten zu schützen, die Betriebskontinuität zu gewährleisten und die Integrität öffentlicher und privater Dokumente sicherzustellen. Genau aus diesem Grund und weil Fortschritte in der künstlichen Intelligenz die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen, entwickelt die technologische Innovation Methoden zur Bekämpfung der Risiken von Desinformation, die die Glaubwürdigkeit von Regierungen und Unternehmen untergraben oder Konflikte zwischen Ländern auslösen kann.
Grüne Revolution 5.0 und Vermögensrückführung
Innovation Telescope warnt vor einer neuen Revolution im Bereich nachhaltiger Technologien, die durch den intensiven Einsatz künstlicher Intelligenz gekennzeichnet ist und sich mit dem Aufkommen von Quantencomputern exponentiell verstärken wird. Ein weiterer im Bericht hervorgehobener Trend ist der Bau von grünen Rechenzentren, die erneuerbare Energien als primäre Energiequelle nutzen und auf Wasserkühlung verzichten. Beispiele wie China stechen hervor, wo Pläne zur Errichtung von Rechenzentren auf See bestehen, um deren Temperatur zu regulieren, ohne Wasserressourcen zu verschwenden. Darüber hinaus thematisiert der Bericht der Indra Group die Transformation von Unternehmen durch die Migration ihrer digitalen Assets in die Cloud und den damit einhergehenden Trend zur Datenrepatriierung. Dieses Konzept ist eng mit der technologischen Souveränität verknüpft und hat in Spanien und Europa strategische Bedeutung. Laut ihrer Analyse zeichnet sich ein Trend zur Nutzung hybrider Computing-Modelle ab: On-Premises (mit proprietären Architekturen), Edge Computing (Verarbeitung nahe der Datenquelle) und Cloud Computing für komplexere Aufgaben mit großen Datenmengen.
