Ziel des Konsortiums ist die Verbesserung der Ethernet-Spezifikation, um mithilfe bereits entwickelter oder in Entwicklung befindlicher Spezifikationen höhere Übertragungsgeschwindigkeiten zu ermöglichen. Dadurch kann die Organisation mit anderen Branchenverbänden und Normungsgremien zusammenarbeiten, um Ethernet an die sich schnell wandelnden Bedürfnisse der Branche anzupassen. Das ETC hat über 45 Mitglieder, darunter namhafte Förderer wie Arista, Broadcom, Cisco, Dell, Google, Mellanox und Microsoft.
Eine der ersten Spezifikationen, für die sich die neu benannte Organisation einsetzte, ist die 800GBASE-R-Spezifikation für 800 Gigabit Ethernet (GbE).
Die 800-GbE-Spezifikation führt eine neue Media Access Control (MAC)- und Physical Encoding Sublayer (PCS)-Schicht ein. Im Wesentlichen verwendet sie zwei Sätze der bestehenden 400-GbE-Logik aus dem IEEE-802.3bs-Standard mit einigen Modifikationen, um Daten auf acht 106-Gb/s-Kanäle zu verteilen. Da die PCS-Schicht wiederverwendet wird, bleibt die standardmäßige RS(544, 514)-Weiterleitungsfehlerkorrektur erhalten, um die Kompatibilität mit bestehenden Spezifikationen der physikalischen Schicht zu gewährleisten.
„Ziel dieser Arbeit war es, die Standardlogik von 400-GbE-Systemen so weit wie möglich wiederzuverwenden, um eine 800-GbE-MAC- und PCS-Spezifikation zu minimalen Kosten für Anwender mit Multi-Speed-Ethernet-Ports zu erstellen“, sagte Rob Stone, Vorsitzender der technischen Arbeitsgruppe des Ethernet Technology Consortiums. „Die 800-GbE-Spezifikation ist die erste Veröffentlichung unter dem neuen Namen des Konsortiums und spiegelt dessen wahre Leistungsfähigkeit wider. Wir sind stolz auf die engagierte Arbeit unserer Mitgliedsunternehmen bei der Fertigstellung dieser Spezifikation.“
Die 800-GbE-Spezifikation ist jetzt verfügbar.
