Im Hamburger Test wurde eine Downloadgeschwindigkeit von 1.170 Mbit/s (1,17 Gbit/s) erreicht. Dies ergänzt den Test des niederländischen Betreibers CAI Harderwijk, der symmetrische Verbindungen mit 100 Mbit/s erzielte.

Diese Geschwindigkeit wird durch die Bündelung mehrerer physikalischer Kanäle zu einer einzigen logischen Verbindung erreicht – ein Verfahren, das als Kanalbündelung oder Link-Aggregation bekannt ist. Allerdings hat dies einen Nachteil: Das Spektrum des Koaxialkabels ist zwar relativ groß, aber auch begrenzt. Da es sich um ein gemeinsam genutztes Medium handelt, bedeutet die Nutzung mehrerer Kanäle für einen einzelnen Kunden, dass die maximale Anzahl von Teilnehmern an einem Knoten bei maximaler Geschwindigkeit deutlich geringer ist als bei niedrigeren Geschwindigkeiten.

Um dieses Problem zu beheben, werden mehr Knoten installiert. Dadurch wird das Glasfasernetz näher an die Haushalte herangeführt und die Koaxialkabellängen werden deutlich verkürzt. Folglich wird die erforderliche Knotendichte (CMTS) weiter steigen.

Über den Grad der erreichten Asymmetrie der 1-Gbit/s-Verbindung wurden keine Details veröffentlicht. Einen Eindruck vermittelt jedoch der Vorschlag des galicischen Kabelunternehmens R, das Verbindungen mit 1.000/30 Mbit/s für etwa 2019 vorschlug.

Laut Kabel Deutschland wird es noch einige Zeit dauern, bis Internetdienste Verbindungen mit der erreichten Geschwindigkeit von 1 Gbit/s benötigen. Angesichts der in den letzten Jahren gestiegenen und zukünftig weiter steigenden Bandbreitennachfrage der Nutzer werden Kabelnetze jedoch bereit sein, direkt mit der FTTH-Technologie zu konkurrieren.