2019 markierte den Beginn der Einführung und Erprobung von 5G. Ende 2019 meldete Südkorea über 90.000 installierte 5G-Basisstationen, China sogar über 130.000. „Der Übergang zum 5G-Ausbau bringt neue Herausforderungen mit sich, da Antenne und Funkmodul für eine optimale Standortnutzung und Netzwerkleistung integriert werden müssen. Der Erfolg des 5G-Netzes hängt zunehmend von der Antenne ab, die damit zu einer unverzichtbaren Komponente im Netz des Betreibers wird“, erklärt Dean Tan, Forschungsanalyst bei ABI Research.
ABI Research prognostiziert eine steigende Nachfrage nach Antennenanschlüssen höherer Ordnung, wie beispielsweise den Anschlüssen 6 und 8 sowie 10 bis 16. Diese beiden Segmente werden bis 2025 über 80 % der Antennenbestellungen ausmachen. In Vorbereitung auf 5G haben die meisten Antennenhersteller (z. B. Huawei, Kathrein, RFS) ihre Versionen der aktiv-passiven Antenne auf den Markt gebracht oder arbeiten mit OEMs an deren Entwicklung. Diese Konfiguration ermöglicht den Einsatz eines aktiven oder eines Massive Multi-Input Multiple-Output (m-MIMO) Antennenarrays parallel zum passiven Antennenarray. m-MIMO ist der Schlüssel zur Erzielung der von 5G erwarteten höheren Kapazität und Leistungssteigerung. Herausforderungen wie begrenzter Platz und die Schwierigkeit, neue Standorte zu akquirieren, erfordern jedoch von den Herstellern innovative Ideen für den 5G-Ausbau. „Mit dem Ausbau von 5G haben wir ein bemerkenswertes Wachstum und Innovationen im Segment der integrierten aktiven Antennen erlebt. Um die Herausforderungen des 5G-Ausbaus zu bewältigen, ist eine enge und integrierte Zusammenarbeit zwischen Antennenherstellern und OEMs unerlässlich“, so Tan.
Neben dem Fokus auf 5G entwickeln Antennenhersteller weiterhin innovative Lösungen, um physikalische Herausforderungen zu meistern. Kathrein hat seine „378-Antennen-Plattform“ vorgestellt, die Luftwirbel erzeugt, um die Windlast auf die Antenne zu reduzieren. Die Windlast ist eine zentrale Herausforderung für Antennenhersteller, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Antenne und ihres Mastes zu gewährleisten. „Obwohl mit einem verstärkten Ausbau von 5G zu rechnen ist, modernisieren und ersetzen Betreiber in Schwellen- und Industrieländern weiterhin ihre 4G-Antennenarchitektur. Fast 90 % der Antennenverkäufe im Jahr 2019 entfielen noch auf den 4G-LTE-Markt. Doch das wird sich ändern“, ergänzt Jake Saunders, Vizepräsident für den asiatisch-pazifischen Raum bei ABI Research.
