Die von Fraunhofer-Wissenschaftlern am IPMS entwickelte drahtlose Kommunikationstechnologie kann weit mehr als nur kabelgebundene Übertragungstechnologien ergänzen oder ersetzen. Mit einer
Datenrate von 1 Gigabit pro Sekunde übertrifft sie herkömmliche drahtlose Technologien wie WLAN und eignet sich daher ideal für alle Anwendungsbereiche, in denen große Datenmengen nahezu in Echtzeit übertragen werden müssen.
Die vom Fraunhofer IPMS entwickelte Lösung nutzt Licht im Infrarotbereich als drahtloses Übertragungsmedium. Diese sogenannte optische drahtlose Kommunikation nutzt das international unregulierte Lichtspektrum mit Bandbreiten von mehreren Gigabit pro Sekunde und kann – sofern keine Hindernisse zwischen Sender und Empfänger vorhanden sind – Daten bis zu zehnmal schneller übertragen als bestehende drahtlose Lösungen, bei minimalen Bitfehlerraten (<10⁻⁹). Dies wird durch einen Energieverbrauch von nur 15 Prozent der vom Nutzer pro Byte übertragenen Daten erreicht.
Das controllerlose Transceiver-Modul kombiniert einen optischen Transceiver und einen Protokollcontroller mit einer Gigabit-Ethernet-Schnittstelle. Daher lässt es sich problemlos in gängige industrielle Systeme integrieren.
Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden präsentierte drahtlose Kommunikationsmodule, die für die Datenübertragung mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde über Entfernungen von bis zu 10 Metern entwickelt wurden.
