Im Jahr 2018 werden mehr Installateure denn je auf Cloud-basierte Lösungen setzen, um die Effizienz und Produktivität ihrer Verkabelungsprojekte zu steigern und so mehr und bessere Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Fluke Networks-Kunden wie E2 Optics, Point 1 und PowerCOMM verbinden ihre Test- und Zertifizierungsgeräte mit Cloud-basierten Zertifizierungsdiensten. Sie fordern Konsistenz über mehrere Standorte hinweg und Tests gemäß erweiterter Anwendungsstandards, beispielsweise breitere Wellenlängen in Glasfasern zur Unterstützung zukünftiger Wellenlängenmultiplexverfahren im Infrastruktur-Backbone oder 2,5/5GBASE-T-Anwendungen über Kupfer im horizontalen Netzwerk. Diese Änderungen erfordern individuellere Kabelidentifikatoren und komplexere Testerkonfigurationen. Kabelidentifikatoren und Testkonfigurationen müssen definiert und auf die Tester hochgeladen werden können. Zudem ist der Zugriff auf und die gemeinsame Nutzung von Testinformationen über Zehntausende von Verbindungen von überall und jederzeit möglich. In diesem Jahr erwarten wir einen deutlichen Anstieg der fast 9 Millionen Ergebnisse, die Installateure und Auftragnehmer in Fluke Networks LinkWare Live hochladen.
PoE und PoE-Computing im Kommen:
Mit der mit Spannung erwarteten Einführung von IEEE 802.3bt Typ 3 und Typ 4 Power over Ethernet (PoE) im Jahr 2018 werden immer mehr Geräte auf ihren Netzanschluss verzichten und stattdessen PoE nutzen – von LED-Leuchten und Digitaldisplays über Videoüberwachungssysteme und Gebäudeautomationssysteme bis hin zu Desktop-Computern. Gleichzeitig werden die Änderungen des National Electrical Code (NEC) von 2017, die 2018 an vielen Standorten in den USA in Kraft treten, weiterhin Fragen zur optimalen Unterstützung dieser höheren PoE-Standards hinsichtlich Installation und Test aufwerfen.
Als Folge davon könnte es 2018 vermehrt zu Anfragen nach Feldtests auf Gleichstromwiderstandsungleichgewichte innerhalb und zwischen Adernpaaren kommen, um die Unterstützung für leistungsstärkere Vierpaar-PoE-Systeme zu gewährleisten. Außerdem dürfte der Fokus auf geeigneten Kabelbündelungspraktiken liegen, um der erhöhten Wärmeentwicklung und den daraus resultierenden Einfügungsverlusten in Kabeln entgegenzuwirken, die PoE an eine Vielzahl von Geräten liefern.
Da viele dieser Geräte über steckbare Verbindungen anstatt über herkömmliche Steckdosen und Patchkabel mit dem Netzwerk verbunden werden können, unterstützt der kommende TIA-568.2-D-Standard diese Konfiguration (einschließlich des neuen MPTL-Testverfahrens). 2018 werden voraussichtlich auch mehr Optionen für feldkonfektionierte Steckverbinder sowie Unterstützung für steckbare Verbindungen von Kabel- und Geräteherstellern verfügbar sein.
Die ersten Anwender werden Komponenten der Kategorie 8 installieren.
Voraussichtlich werden wir bis Ende 2018 erste Bestellungen und Installationen von Kategorie-8-Komponenten durch diese Anwender sehen. Obwohl 25- und 40GBASE-T-Produkte in diesem Jahr noch nicht bestellt werden, wird Cat 8 aufgrund seiner Kompatibilität mit 10GBASE-T-Produkten und der Unterstützung der automatischen Aushandlung von 10, 25 und 40GBASE-T ebenfalls von den ersten Anwendern eingesetzt, die kostspielige Upgrades in der Zukunft vermeiden möchten.
Push-Technologie ermöglicht MPO-Technologien die Unterstützung von Big Data: Multifiber Push-On (MPO)-Technologien werden sich weiterentwickeln, um Hochgeschwindigkeitsnetze zu unterstützen. Neue Konfigurationen versprechen höhere Dichten und schnellere Geschwindigkeiten. Welche Konfigurationen sich durchsetzen werden, ist noch nicht absehbar, aber sie werden ihren Platz finden, insbesondere in Hyperscale-Rechenzentren. Gleichzeitig werden Unternehmensrechenzentren ihre 40- und 100-Gigabit-Installationen weiter ausbauen, die aktuelle MPO-Anschlusstechnologien erfordern. Daher wird 2018 der Fokus verstärkt auf Themen wie Polarität und Testanforderungen für MPO-Implementierungen liegen.
