Das Projekt zielt darauf ab, das Quanten-Ökosystem im Baskenland zu stärken und diese aufstrebende Technologie stärker in die Wirtschaft zu integrieren. Die Initiative wird im Rahmen einer im Dezember unterzeichneten Vereinbarung zwischen einer öffentlich-privaten Partnerschaft, vertreten durch GAIA, und Red.es, einer dem Ministerium für digitale Transformation und öffentliche Verwaltung angegliederten Einrichtung, entwickelt. Red.es ist über das Staatssekretariat für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz vertreten. Das Projekt verfügt über ein Budget von 4,6 Millionen Euro und bindet zahlreiche baskische Unternehmen aus verschiedenen Branchen ein.
Von den 36 definierten Anwendungsfällen werden 27 vollständig im Baskenland, 2 in Andalusien, 2 in Asturien, 4 in Kastilien-La Mancha und 1 in La Rioja unter der Koordination von GAIA entwickelt. Es handelt sich dabei ausschließlich um industrielle Innovationsanwendungen, die Quantentechnologie in strategischen Produktionssektoren wie Fertigung, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Logistik, Energie, Finanzen, Telekommunikation, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen und Biotechnologie einsetzen. Zu den bereits laufenden Entwicklungen gehören Lösungen für: Optimierung von Lieferketten, Entwicklung von Quantensensoren für industrielle Umgebungen, Quanten-Stadtverkehrsmanagement, Optimierung von Kommunikations- und Stromnetzen, Quanten-Wirkstoffforschung, Quanten-Erd-Weltraum-Verbindung, Vorhersage von Arzneimittelwirkungen, Hafenenergiemanagementsysteme, Quantenverarbeitung von Satellitenbildern, Quanten-Finanzoptimierung, intelligente Verteidigungssysteme für asymmetrische Kriegsführung und den Nachweis spezifischer Proteine.
Neben der Entwicklung dieser innovativen Anwendungen umfasst das Projekt die Evaluierung ihrer Auswirkungen, die Durchführung von Schulungsprogrammen, die Erstellung von Berichten und die Schulung in Quantentechnologien sowie die Verbreitung und Überwachung der Ergebnisse. In diesem Zusammenhang werden alle beteiligten Gemeinschaften das Projekt durch die Anwendung und Verbreitung einiger seiner Erkenntnisse unterstützen.
Laut GAIA haben bereits Schulungsprogramme für Fachkräfte und Unternehmen begonnen, die mit Quantentechnologien arbeiten. Einige dieser Schulungsinitiativen, sowohl in Präsenz als auch online, werden in Zusammenarbeit mit der BIQAIN-Strategie des Provinzrats von Bizkaia entwickelt. Darüber hinaus analysiert das Projekt die aktuellen Kompetenzen und Fähigkeiten der Autonomen Gemeinschaften beim Aufbau eigener Quantenökosysteme, um Verbesserungspotenziale und Chancen zu identifizieren.
„Wir wollen unsere aktuelle Positionierung analysieren und die Möglichkeiten und Chancen im Bereich der Quantenphysik untersuchen“, erklärten Vertreter von GAIA. Sowohl diese Analyse als auch die Entwicklung von Anwendungsfällen, insbesondere im Baskenland, erfolgen in Abstimmung mit anderen strategischen Initiativen wie Basque Quantum (BasQ), BIQAIN und den Initiativen der drei Provinzräte. Hintergrund: Am 15. April des vergangenen Jahres verabschiedete der Ministerrat die spanische Quantentechnologiestrategie 2025–2030 mit dem Ziel, Spanien und sein Quantenökosystem bis 2030 zu einem europäischen und internationalen Vorbild zu machen.
In diesem Rahmen verabschiedete Red.es die „Priorität 1, Initiative 1.1 Angewandte industrielle Innovations-Anwendungsfälle“ und veröffentlichte im September 2025 eine allgemeine Ausschreibung, aus der die von GAIA vertretene Allianz hervorging. Diese Allianz setzt sich zusammen aus GAIA sowie der Innovative Business Group für den Technologiesektor, die Digitalisierung und die digitale Wirtschaft von La Rioja (CIDATUM); dem Cluster für Informations- und Kommunikationstechnologien von Asturien (Clúster TIC Asturias); dem spanischen Verband der Informationstechnologie-, Kommunikations- und Elektronikunternehmen (CONETIC); der Innovative Business Group für Cybersicherheitsunternehmen (CYBERLUR); dem spanischen Verband der Wissenschaftsindustrie (INEUSTAR); dem Zentrum für Industrietechnologie von Kastilien-La Mancha (ITECAM); und dem Cluster für digitale, nachhaltige und innovative Industrien (OnTech INNOVATION).
Die zwischen der öffentlich-privaten Partnerschaft und Red.esverfügt über ein Gesamtbudget von 4.655.000 €, wovon 80 % aus Mitteln des Programms „Next Generation EU“ und die restlichen 20 % von den beteiligten Institutionen stammen. Die Initiative ist Teil der spanischen Quantentechnologiestrategie 2025–2030 und läuft bis zum 31. März 2027.
