Die tunesische Flugsicherungsbehörde OACA (Office de l'Aviation Civile et des Aéroports) hat Indra mit dem Ausbau ihres Flugverkehrsüberwachungsnetzes um drei neue Radarstationen beauftragt. Diese Stationen werden mit zwei Primär- und zwei Sekundärradargeräten ausgestattet. Die vollständig von Indra entwickelten Sekundärradargeräte können Flugzeuge erkennen und orten sowie zusätzliche Informationen wie Flugzeugkennung und Flughöhe erfassen.
Dank dieser Maßnahme verfügen die Fluglotsen über mehr und qualitativ bessere Daten, wodurch sie die Anzahl der von ihnen betreuten Flüge erhöhen und gleichzeitig die erforderlichen Sicherheitsstandards aufrechterhalten können.
Darüber hinaus wird diese Technologie Tunesien in die Lage versetzen, seine Verkehrsinfrastruktur zu verbessern und auf die Herausforderung des stetigen Anstiegs des Flugverkehrs zu reagieren, der hauptsächlich auf den Anstieg der Inlandsflüge, den Tourismus und seine geografische Lage zurückzuführen ist, die für die Verbindungen zwischen Europa und Afrika von entscheidender Bedeutung ist.
Zusätzlich zur Modernisierung des Flugsicherungsnetzes wird Indra auf der Insel Djerba ein neues Anflugkontrollzentrum in Betrieb nehmen, das mit dem firmeneigenen AirCon-System ausgestattet ist. Dieses System bietet den Betreibern einen umfassenden Überblick über ihren Luftraum, indem es Informationen von Radar, Flugplänen und meteorologischen Daten integriert und darstellt.
Die Eröffnung des neuen Zentrums wird zur Stärkung der lokalen Wirtschaft beitragen, indem die Kommunikation verbessert und der Zustrom von Touristen erleichtert wird.
Dieser Vertrag stärkt Indras Position im Maghreb, einer Region, die Informationstechnologien zur Modernisierung ihrer Infrastruktur benötigt und dem Unternehmen dadurch erhebliche Geschäftsmöglichkeiten bietet.
In diesem Zusammenhang arbeitet Indra in Algerien, Marokko, Libyen und Tunesien an Technologieprojekten in Bereichen, die von der Schifffahrt, dem Luft- und Schienenverkehr bis zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung oder der Verbesserung des Energiemanagements reichen.