Durch diese Verträge bietet Eurona bereits Satelliteninternet auf allen Schiffstypen an, darunter auf den Passagierfähren von Balèaria und Naviera Armas, den beiden wichtigsten Passagiertransportunternehmen zwischen den Balearen bzw. den Kanarischen Inseln und dem Festland, sowie auch im Ausland, da beide Unternehmen ihre Routen durch Afrika und die Karibik erweitert haben.
Darüber hinaus wird der Technologieanbieter auch Fischereifahrzeugen, Yachten und Megayachten sowie kleineren Sportbooten Satellitenverbindungen mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 10 Mbit/s bereitstellen. Eurona nutzt die terrestrischen Kapazitäten von Quantis in Europa und Afrika, um Schiffen den Zugang zum Satellitensignal während der Fahrt in diesen Gewässern zu ermöglichen.
Zu den bereits vernetzten Schiffen gesellen sich in den kommenden Monaten neue Passagierschiffe im Mittelmeer und Atlantik sowie Fischereifahrzeuge in der Nordsee, den Grand Banks und vor den Pazifikküsten Lateinamerikas.
Eurona rechnet in diesem Sektor in den nächsten Jahren mit einem starken Wachstum, angetrieben durch den exponentiellen Anstieg der Satellitentechnologie an Bord und den damit einhergehenden erhöhten Bandbreitenverbrauch. Aktuell verfügen nur 3 bis 4 % der Schiffe über Satellitenanbindung; diese nutzen sie lediglich für grundlegende Funktionen wie die Übermittlung von Navigationsdaten oder die Sprachkommunikation mit Land. Die technologische Revolution hat dazu geführt, dass Nutzer ständig und überall online sein müssen – auch bei der Arbeit, auf Reisen und an Bord. Laut der
Technologieberatung Northern Sky Research (NSR) werden in den nächsten zehn Jahren rund 95.000 der weltweit insgesamt 350.000 Schiffe Satellitenverbindungen für den Zugriff auf Internet, Daten, Telefonie und Fernsehen nutzen. Dies wird in diesem Zeitraum Einnahmen von über 2 Milliarden Euro generieren.
Fokus auf den maritimen Sektor:
Der Geschäftsbereich Satellitenkommunikation trägt derzeit 17 % zum Konzernumsatz bei, wovon 4 % auf den maritimen Sektor entfallen. Euronas Geschäftsplan „Horizon 2022“ prognostiziert eine Verdopplung des aktuellen Satellitenumsatzes auf 62,6 Millionen Euro innerhalb von fünf Jahren, wobei 3,5 % davon aus dem maritimen Bereich stammen. Mit diesem neuen Plan erwartet der Konzern eine Verzehnfachung des Umsatzes auf 239 Millionen Euro und eine Versiebenfachung des EBITDA auf 34 Millionen Euro.
Aquilino Antuña, Leiter der Satellitensparte von Eurona und CEO von Quantis, erklärt: „Die Internetrevolution im Transportwesen ist unaufhaltsam. Mobile Breitbandverbindungen sind unerlässlich; Navigation ist ohne die Möglichkeit, vom Schiff aus WhatsApp-Nachrichten zu versenden oder soziale Medien zu aktualisieren, nicht mehr denkbar. Eurona wird dafür sorgen, dass diese Nachrichten stets ihr Ziel erreichen.“
Eurona ist über ihre kürzlich gegründete Tochtergesellschaft Quantis in den maritimen Sektor eingestiegen und hat sich Verträge im Wert von 1,1 Millionen Euro gesichert, um Passagierfähren, Handelsschiffen, Yachten, Fischereifahrzeugen und sogar Booten, die im Mittelmeer Seenotrettungseinsätze durchführen, Satelliteninternet bereitzustellen, wie der Alternative Stock Market (MAB) berichtete.
