Das übergeordnete Ziel ist die Ermöglichung neuer, hochwertiger Dienstleistungen. Das vom Ministerium für Energie, Tourismus und Digitale Agenda und der Europäischen Kommission kofinanzierte Projekt fördert zudem die Entwicklung und Nutzung energieeffizienter und energieautarker Geräte.

Das Unternehmen steuert seine sichere IoT-Hardwareplattform InVITALRAIL für den Schienenverkehr zu dem Projekt bei. Diese Plattform ermöglicht die Integration aller Arten von Bordgeräten sowie von Geräten, die in der Infrastruktur installiert sind. Ziel ist die Entwicklung drahtloser V2X-Kommunikation (Vehicle-to-Everything) hin zu einer sicheren, intelligenten Plattform, die Daten verschiedener Überwachungs- und Steuerungselemente (wie Sensoren und Aktoren) integriert. Auf Basis dieser Daten entwickelt das Unternehmen innovative Anwendungen, die die Einführung neuer Bahndienstleistungen ermöglichen und Investitions- und Betriebskosten senken. Darüber hinaus verbessert dies die Interoperabilität mit anderen Verkehrsträgern.

Diese Lösungen bieten Bahnstrecken ohne bestehende Netzinfrastruktur oder mit schwierigen Implementierungsbedingungen ein praktikables und kostengünstiges System, das mit bestehenden Systemen kompatibel ist und potenzielle Sicherheitslücken in kritischen Bereichen wie Bahnübergängen, Straßenübergängen oder Baustellen ohne herkömmliche Verkabelungssysteme beseitigt. Sie ermöglichen zudem die Interoperabilität mit vernetzten und autonomen Fahrzeugen, die beispielsweise vor einem herannahenden Zug an einem Bahnübergang gewarnt werden können, und erleichtern die Logistik von Schienenfahrzeugen, die Güterverfolgung und weitere damit verbundene Aufgaben.

Weitere im Projekt eingesetzte Technologien sind die drahtlose Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation (V2V), die Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation (V2I/I2V) und WSN-Sensoren (Wireless Sensor Networks).

Über die drahtlose Verbindung können die Züge Informationen über ihre Zusammensetzung, Position, Leistung, Fahrzeugmasse und Länge austauschen und eine Steuerungshierarchie aufbauen. So kann ein Zug Befehle an die anderen Züge im virtuellen Zugverband erteilen und effizient mit seiner Umgebung kommunizieren, wodurch die Vorhersage potenzieller Zwischenfälle entlang der Strecke verbessert wird. Dies ermöglicht unter anderem die Bewegung des gekoppelten Zugverbandes ohne physische Verbindung und schafft die Infrastruktur für zukünftige Automatisierungsdienste im Zug.

Indra beteiligt sich auch an der Definition und Entwicklung multimodaler Cloud-basierter Systeme und Dienste, um Informationen über den Schienenverkehr über das beschriebene autonome drahtlose Netzwerk mit Straßenverkehrsinformationen von vernetzten Fahrzeugen für den Einsatz in Terminals, Bahnhöfen usw. zu kombinieren, um die Transporteffizienz und das Reiseerlebnis zu verbessern.

Die entwickelten neuen Lösungen sind mit der bestehenden Bahninfrastruktur kompatibel und erleichtern so deren Einführung. Um die Implementierung von IoT-Geräten und zugehörigen Diensten zu optimieren und Zeitaufwand, Kosten und potenzielle Fehler zu reduzieren, arbeitet Indra im Rahmen des europäischen Forschungs- und Entwicklungsprojekts ENACT (unter dem europäischen Innovationsprogramm Horizont 2020) an der Anwendung der DevOps-Methodik.

DevOps ist ein Set von Softwareentwicklungswerkzeugen und Best Practices, die höchste Qualität gewährleisten und die kontinuierliche Weiterentwicklung komplexer Systeme fördern. Dies geschieht durch Agilität, schnelle Innovationszyklen und Benutzerfreundlichkeit, die durch die Möglichkeit von Simulationen vor der eigentlichen Bereitstellung ermöglicht werden. Diese Methodik ist in der Softwarebranche weit verbreitet; eine umfassende DevOps-Unterstützung für intelligente und zuverlässige IoT-Systeme fehlt jedoch noch.

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