Im Laufe des Jahres erreichten NEXTONIC und seine Mitglieder – Telefónica, IMDEA Networks, Ericsson, UC3M, Capgemini Engineering und InterDigital – wichtige technologische Meilensteine ​​in den Bereichen immersive Konnektivität, intelligente städtische Infrastrukturen, Quantenkommunikation und Satellitenintegration und bekräftigten damit ihr gemeinsames Engagement für die Entwicklung der Netze der Zukunft.

Der Impact Day des europäischen 6G-XR-Projekts, der am 28. Oktober in den Räumlichkeiten von NEXTONIC in Leganés stattfand, brachte mehr als 60 Teilnehmer aus den Bereichen Telekommunikation, Medien, Fertigung, Energie und Automobil zusammen.

In fünf Live-Demonstrationen wurde das europäische föderierte Testumfeld des Projekts vorgestellt, darunter holografische Echtzeitkommunikation, verteilte XR-Kollaboration und energieeffiziente Netzwerke.

Forscher von Ericsson und Capgemini Engineering präsentierten holografische Anrufe mit KI-gestützter Ratensteuerung und automatisierter Auswahl von Edge-Knoten für XR-Sitzungen mit mehreren Nutzern. Ein weiterer wichtiger Meilenstein: MATSUKO, Telefónica und Ericsson stellten native, IMS-basierte holografische Anrufe vor und integrierten so holografische Telepräsenz direkt in Telefongeräte.

Darüber hinaus beteiligten sich InterDigital, Telefónica, Ericsson und Capgemini Engineering aktiv am zweiten Open Call des 6G-XR-Projekts und erweiterten ihr Testportfolio gemeinsam mit Partnern wie Nokia, Intel, WINGS ICT Solutions und ELIG. Die Demonstration des holografischen Anrufs auf IMS-Basis wurde als eine der zehn wichtigsten Errungenschaften des europäischen SNS JU-Programms im Jahr 2025 ausgezeichnet.

Intelligente städtische Infrastruktur und Quantenkommunikation

IMDEA Networks und UC3M haben gemeinsam die Planung und den Aufbau der 5G-Funkzugangsinfrastruktur für den SLICES-Madrid-Knotenpunkt realisiert. Das Projekt wurde über das UNICO-Forschungs- und Entwicklungsprogramm für Forschungsinfrastruktur finanziert. NEXTONIC stellt das Kernnetz auf Basis der Ericsson-Lösung bereit, während Telefónica die Frequenzen für den Aufbau zur Verfügung gestellt hat. Das Projekt wurde in zwei Phasen durchgeführt: einer ersten (experimentellen) Phase mit einer intelligenten Straßenlaterne bei IMDEA Networks, gefolgt von drei weiteren Straßenlaternen auf dem UC3M-Campus. Jede Straßenlaterne ist mit Ericsson-Funkeinheiten im Mittelwellen- und Millimeterwellenbereich sowie einem Ruckus Wi-Fi 7-Zugangspunkt ausgestattet.

Zusätzlich zu seiner fortschrittlichen 5G-Infrastruktur hat IMDEA Networks die MadQuantum-CM-Initiative durch die Präsentation seines Quantenkommunikations-Testsystems, das nun vollständig in das NEXTONIC-Labor integriert ist, gestärkt. Diese Umgebung ermöglicht die gemeinsame Validierung von Quantenschlüsselverteilungs- und Post-Quanten-Sicherheitslösungen und trägt so zur Roadmap für Quantenkommunikation in Spanien bei. Gleichzeitig stärkt sie Madrids Rolle in nationalen und europäischen Initiativen.

Tests in realen Umgebungen: von der Movistar Arena bis zur Satellitenverbindung

Die Mitglieder von NEXTONIC brachten die 5G-Standalone-Technologie (SA) in anspruchsvolle Umgebungen der Praxis. Telefónica, Ericsson und UC3M implementierten während Live-Basketballspielen in der Movistar Arena ein mobiles privates 5G-SA-mmWave-Netzwerk (26 GHz).

Dieser im Rahmen des europäischen TrialsNet-Projekts und in Zusammenarbeit mit YBVR und Prosegur Security durchgeführte Test validierte drei Anwendungsfälle: intelligentes Crowd-Monitoring mithilfe KI-gestützter Kameras und LiDAR-Sensoren, von UC3M geleitete Koordinierungsprotokolle für Massenanfälle von Verletzten sowie immersive Unterhaltungserlebnisse mit 360°-Streaming. Ein vom Madrider Cluster im September auf der NEXTONIC veranstalteter Workshop bot die Gelegenheit, diese Ergebnisse Institutionen und Unternehmen zu präsentieren. Darüber hinaus erreichten Ericsson und UC3M gemeinsam mit Grupo Oesía einen wichtigen Meilenstein, indem sie die Integration von 5G-Netzen mit nicht-terrestrischen Netzen (NTN) demonstrierten. Mithilfe einer tragbaren 5G-Basisstation, die mit der Eutelsat OneWeb LEO-Satellitenkonstellation verbunden war, zeigte der Test, dass eine kontinuierliche 5G-Konnektivität an abgelegenen Standorten ohne terrestrische Infrastruktur mit einem nahtlosen Übergang zwischen Mobilfunk- und Satellitennetzen möglich ist.

UC3M und Ericsson haben in Zusammenarbeit mit Intel außerdem eine Multi-Technologie-TSN-Plattform (Time Sensitive Networking) entwickelt, die 5G, Wi-Fi und Ethernet in einem einzigen System vereint – eine wegweisende Lösung für deterministische Netzwerke in industriellen Umgebungen.