Samsung Fiberoptics plant, dieses Jahr ein Werk in Nordmexiko zu errichten, um die steigende Nachfrage nach Glasfaserkabeln in Nordamerika zu decken. Das Unternehmen hat außerdem angekündigt, seine Produktionsstätten in Europa zu erweitern, um die Märkte in Europa, Afrika und dem Nahen Osten zu bedienen.

Branchenexperten zufolge wächst der globale Markt für Glasfaserkabel jährlich um 10 %. Gründe hierfür sind die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen bis ins Haus (FTTH) und Infrastrukturinvestitionen in Schwellenländern. Die Glasfasermärkte diversifizieren sich zunehmend von entwickelten Ländern wie Europa, den USA und Japan hin zu neuen Märkten wie China, Südamerika, Afrika und Südostasien. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die Nachfrage aus diesen Wachstumsmärkten. Infolgedessen beschleunigt sich der Nachfragezyklus für Glasfaserkabel, während gleichzeitig die Logistikkosten steigen.

Die Logistikkosten für den Transport eines 2-GHz-Dual-Core-Prozessors eines Smartphones per Seefracht betragen etwa 5 % des Verkaufspreises. Bei Luftfracht steigen diese Kosten jedoch auf 20 %. Da internationale Telekommunikationsanbieter in letzter Zeit kürzere Lieferzeiten eingeführt haben, ist die Abhängigkeit von Glasfaserkabelunternehmen von der Luftfracht stetig gestiegen. Insbesondere die Lieferzeiten in europäischen Märkten mit hoher Nachfrage nach Glasfaserkabeln konnten von vier auf ein bis zwei Wochen verkürzt werden. Samsung Fiberoptics setzt auf eine Strategie lokaler Produktionszentren, um die Logistikkosten zu senken und dem sich verkürzenden Nachfragezyklus gerecht zu werden.

Vorstandsvorsitzender Lee Geun-myeon erklärte: „Wir werden neue internationale Produktionszentren erwerben und unser Auslandsvertriebsteam vergrößern und reorganisieren, um es zu verdoppeln und unseren Markteintritt zu beschleunigen.“ Er fügte hinzu: „Wir werden auf die Veränderungen im internationalen Markt reagieren und aggressive Marketingmaßnahmen ergreifen, um zu wachsen und bis 2012 zu den Top 5 der Weltrangliste zu gehören.“