Der Anhang des Standards definiert die anfänglichen Infrastrukturanforderungen und Designrichtlinien für Edge-Rechenzentren, auch bekannt als „Mikro“-Rechenzentren.
Wie das Normungskomitee feststellt, sind Edge-Rechenzentren typischerweise in vorgefertigten Gebäuden untergebracht und können fernüberwacht und -gesteuert werden. Sie gelten als entscheidend für den Erfolg von Anwendungen der nächsten Generation, die extrem niedrige Latenzzeiten erfordern, wie beispielsweise autonome Fahrzeuge, Augmented Reality und Telemedizin.

Der neue Anhang ANSI/TIA-942-B-1 Telekommunikationsinfrastrukturstandard für Edge-Rechenzentren enthält neue Infrastrukturanforderungen und Gestaltungsrichtlinien für kleinere Edge-Rechenzentren, die am Rand von Netzwerken eingesetzt werden, also näher an den Endbenutzern von Anwendungen.

Darüber hinaus hat das TIA-Normenkomitee TR-42 den vollständigen TIA-942-B-Standard erstmals seit 2017 offiziell für Aktualisierungen und Überarbeitungen durch die Branche freigegeben.
Der ANSI/TIA-942-B-Standard definiert Designanforderungen für Rechenzentrumsarchitektur, Verkabelung, Belüftung, Kühlung, Stromversorgungssysteme, Sicherheit, Überwachung/Steuerung, Ausfallsicherheit, Sicherheit und Managementsysteme.
Die TIA erklärte in einer Pressemitteilung, dass dieser Standard 2022 seine erste vollständige, offene Überarbeitung erfahren wird. Diese erfolgt alle fünf Jahre, um die Ausfallsicherheit und Sicherheit dieser kritischen Infrastrukturen im Zuge ihrer Weiterentwicklung zu gewährleisten.
Parallel zur Aktualisierung wurde die Überarbeitungsphase für den TIA-942-B-Standard eröffnet. Branchenakteure – darunter Rechenzentrumsnutzer, -betreiber, -planer, -bauer, -installateure, -prüfer und andere – haben nun die Möglichkeit, zur Aktualisierung des Standards beizutragen und so die nächste Generation von Rechenzentren zu unterstützen.