Die beiden Unternehmen planen, ab Januar 2022 neue Sicherheitsdienste anzubieten, die weltweit, unter anderem in Japan, Europa, den USA und der APAC-Region, getestet werden. Diese neuen Dienste bieten einen umfassenden Überblick über potenzielle Cyberangriffe, indem sie Bedrohungen erkennen, die von Cloud-Infrastrukturen ausgehen – einem leichten Ziel für Angreifer – und diese Erkennungsfunktionen mit Warnmeldungen im Fahrzeug verknüpfen. Die neuen Dienste ermöglichen zudem die Identifizierung von Bedrohungsorten und des Ausmaßes der Auswirkungen von Cyberangriffen. Dies erlaubt gezielte Interventionen und bietet Automobilherstellern eine robuste Unterstützung für die Sicherheitsmaßnahmen vernetzter Fahrzeuge.
Ab 2022 werden die beiden Unternehmen zusammenarbeiten, um die Sicherheitsmaßnahmen der Fahrzeuge selbst sowie die Cloud-Infrastruktur zu verbessern.
Aktuell basieren die Cybersicherheitsstandards in der Automobilindustrie auf den Richtlinien eines Unterausschusses des Weltforums für die Harmonisierung von Automobilstandards (WP.29) (1). Die WP.29-Richtlinien gelten für Cybersicherheitsmanagementsysteme (CSMS). Diese Standards unterstreichen die Notwendigkeit eines Systems, das Bedrohungsdaten innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs erfasst, überwacht und analysiert, um autonomes Fahren zu ermöglichen. Automobilhersteller weltweit ergreifen Maßnahmen, um diese Richtlinien umzusetzen.
Durch die Verknüpfung von Fujitsus V-SOC und Trend Micro Cloud One können neben Fahrzeugdaten auch Informationen aus Sicherheitsprotokollen der Cloud-Infrastruktur gewonnen werden. Dies ermöglicht die Erkennung und Erfassung umfassenderer Bedrohungsdaten. Durch die Korrelation der erfassten Daten mit dem SIEM (2) können Benutzer im Falle eines Vorfalls schnell den Ursprung des Angriffs und das Ausmaß seiner Auswirkungen ermitteln und dem Kunden so die für eine schnelle Reaktion notwendigen Informationen bereitstellen. Diese Lösung ist ein umfassender Service, der die Sicherheitsmaßnahmen von Kunden für vernetzte Fahrzeuge optimal unterstützt.
Die im Rahmen dieser Zusammenarbeit entwickelte neue Sicherheitslösung wird weltweit, unter anderem in Japan, Europa, den USA und der APAC-Region, bei Automobilherstellern, Automobilzulieferern, Leasing- und Autovermietungen eingesetzt, die in Bereichen wie vernetzte Fahrzeuge, Elektromobilität und autonomes Fahren tätig sind.
Fujitsu wird künftig die Realisierung intelligenter Städte vorantreiben, wobei Mobilität im Mittelpunkt steht. Dabei nutzt das Unternehmen vielfältige Fahrzeug- und Verkehrsdaten, die beispielsweise im Bereich autonomes Fahren und Logistik erhoben werden. Trend Micro wird weiterhin Sicherheitslösungen für die neue Gesellschaft vernetzter Fahrzeuge und Mobilität bereitstellen.
1.
Das UNECE-Weltforum zur Harmonisierung der Fahrzeugvorschriften (WP.29)
SIEM:
Sicherheitsinformations- und Ereignismanagement
