Der neue GSMA Intelligence-Bericht „Vom Konzept zur Umsetzung: Der M2M-Markt heute“ verfolgt die Entwicklung des M2M-Marktes seit 2010 und bestätigt, dass „Connected Living“ einen Reifegrad erreicht hat, da die Betreiber beginnen, den Einsatz von M2M-Lösungen in einer Reihe vertikaler Sektoren auszuweiten.  

Die Studie schätzt, dass die weltweiten M2M-Verbindungen im Jahr 2013 195 Millionen erreichten und zwischen 2010 und 2013 jährlich um fast 40 Prozent (38 Prozent CAGR) wuchsen. Für dieses Jahr wird ein Anstieg auf 250 Millionen M2M-Verbindungen erwartet. Ende 2013 machten M2M-Verbindungen 2,8 Prozent aller weltweiten Mobilfunkverbindungen aus – doppelt so viel wie der Anteil von 1,4 Prozent im Jahr 2010.

„Wir leben heute in einer Welt, in der sich alle Geräte, Maschinen und Gadgets drahtlos mit dem Internet verbinden können und so eine Fülle von Echtzeitinformationen liefern, die das Leben und die Arbeit der Menschen verändern können. Für Mobilfunkbetreiber ist die Anbindung dieser ‚Maschinen‘ an ihre Netze daher ein zentrales Anliegen“, so Hyunmi Yang, Chief Strategy Officer der GSMA. „Es geht aber nicht nur um neue Verbindungsarten: Mobilfunkbetreiber haben die Möglichkeit, über die reine Konnektivität hinaus Mehrwert zu schaffen, indem sie M2M-Funktionen entwickeln, die die Fragmentierung verringern und neue Dienste ermöglichen. Beispielsweise können Betreiber durch die Definition branchenübergreifender Lösungen in den Bereichen Netzwerk-APIs, Gerätemanagement, Sicherheit und Big Data den M2M-Markt maßgeblich vorantreiben.“.

Laut der Studie bieten derzeit rund 428 Mobilfunkbetreiber M2M-Dienste in 187 Ländern an; das entspricht 40 Prozent aller Mobilfunkbetreiber weltweit.

Die im Bericht untersuchten Betreiber implementieren nun kommerzielle M2M-Lösungen, was darauf hindeutet, dass der Markt von einer Anfangsphase in die Massenmarktphase übergegangen ist. Viele Betreiber gaben zudem an, ihre Organisationsstruktur und Geschäftsmodelle anzupassen, um verschiedene Branchen mit M2M-Lösungen zu bedienen.

Der Bericht wies darauf hin, dass der Automobilsektor einer der am schnellsten wachsenden M2M-Märkte ist. Verbraucher profitieren bereits jetzt von Konnektivität und Diensten im Auto, wie beispielsweise flexiblen, nutzungsbasierten Versicherungen (Pay-as-You-Drive, PAYD) und Echtzeit-Verkehrsmanagement.

„Es ist deutlich erkennbar, dass der M2M-Markt die Entwicklungsphase hinter sich gelassen hat und nun in die Phase der kommerziellen Umsetzung eingetreten ist“, sagte Jürgen Hase, Vice President des M2M Competence Center der Deutschen Telekom. „M2M ist für unser Geschäft von erheblicher strategischer Bedeutung und birgt großes Wachstumspotenzial in einer Reihe von Branchen. Wir spüren bereits die Auswirkungen auf unseren Alltag.“.

„M2M ist wichtig, weil es Arbeitsabläufe optimiert und Reibungsverluste reduziert. Bei SingTel konzentrieren wir uns zunehmend auf Lösungen, die unseren Kunden über die reine Konnektivität hinaus einen Mehrwert bieten. Wir prüfen verschiedene Möglichkeiten, unser Angebot zu erweitern“, sagte Zia Zaman, Vice President, Emerging Businesses and Strategy, SingTel Group Enterprise. „Anfangs lag unser Fokus darauf, eine exzellente Konnektivität zu gewährleisten. Nachdem wir dies erreicht haben, konzentrieren wir uns nun darauf, die Wertschöpfungskette weiter auszubauen.“.

„Unsere Kunden werden im Umgang mit M2M-Technologie immer versierter und sind sich der damit verbundenen Möglichkeiten zunehmend bewusst. Wir sind überzeugt, dass wir durch die Angleichung unserer Strategie an ihre Marktstrategie neue und stärkere Partnerschaften aufbauen und so die weltweite Verbreitung und Nutzung von M2M fördern können“, sagte Jari Salminen, M2M Business Development bei Vodafone.

Weitere Informationen

¹ Was ist eine Maschine-zu-Maschine-Verbindung (M2M)? Obwohl Netzbetreiber und Regulierungsbehörden zunehmend über M2M-Verbindungen berichten, können ihre Definitionen erheblich variieren. Die in der neuen Studie verwendeten Daten von GSMA Intelligence zu M2M-Verbindungen beziehen sich ausschließlich auf SIM-Verbindungen, die die mobile Datenübertragung zwischen Maschinen ermöglichen. Dies umfasst SIM-Karten, die in persönlichen Endgeräten wie Smartphones, Rucksäcken, Tablets, E-Readern, Routern und Hotspots verwendet werden.

Der erste Teil des Berichts analysiert den aktuellen Stand des M2M-Marktes auf Basis neuer Forschungsergebnisse von GSMA Intelligence. Er markiert den Beginn einer Reihe qualitativer und quantitativer Berichte von GSMA Intelligence, mit denen die GSMA ihre Fähigkeit zur präzisen Messung des globalen M2M-Marktpotenzials weiter verbessert. Der zweite Teil des Berichts basiert auf unabhängigen, direkt mit Mobilfunkbetreibern durchgeführten Recherchen, um Markttrends zu verstehen und ein möglichst genaues Bild des aktuellen M2M-Marktes zu zeichnen. Hierzu wurden Interviews mit Verantwortlichen für M2M bei einem Dutzend großer globaler Mobilfunkbetreiber geführt.