IHS schätzt, dass kundenspezifische Gehäusesysteme 2014 etwa 10 % aller Bestellungen ausmachen und damit die durchschnittlichen Stückpreise in die Höhe treiben werden.
 
Kundenspezifische Anfragen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Vorkonfiguration und Designänderungen. Designänderungen können Sonderfarben, Branding auf den Türen, Kabelführung, individuelle Ausschnitte für Seitenwände oder auch individuelle Abmessungen umfassen. Diese Art von kundenspezifischen Schränken wird am häufigsten von großen Rechenzentren, insbesondere Colocation-Anbietern, angefragt, die neue oder Ersatzschränke in großen Mengen bestellen.
 
Die Vorkonfiguration ermöglicht es Gehäuseanbietern, Produkte hinzuzufügen, die ein Kunde sonst möglicherweise nicht kaufen würde. Beispiele für vorkonfigurierte oder vorintegrierte Schränke sind die Installation von PDUs, Regalen, Kabelmanagement oder die Integration von Wärmedämmung vor dem Versand. Dieser Trend wird durch die steigende Nachfrage nach modularem Rechenzentrumsbau angetrieben.
 
Bezüglich der Bestellungen verzeichnete der Markt 2013 einen leichten Rückgang, der sich voraussichtlich auch 2014 fortsetzen wird. Das größte Wachstumshindernis sind die schwachen wirtschaftlichen Bedingungen in weiten Teilen der Welt, insbesondere in Westeuropa. Die Auswirkungen der Servervirtualisierung und -konsolidierung dämpfen das kurzfristige Wachstum in geringerem Maße. IHS geht davon aus, dass sich die steigende Nachfrage nach Digitalisierung und Rechenleistung bei verbesserter Wirtschaftslage auf die negativen Folgen der Konsolidierung auswirken wird. Gleichzeitig wird die Fokussierung auf individuelle Anpassungen den Anbietern helfen, ihren Umsatz weiter zu steigern.

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