Das Projekt, Teil des Quantenkommunikationsplans der Region Valencia, ist eine Kooperation der Universität Valencia, der Polytechnischen Universität Valencia, der Universität Alicante und der CEU Cardenal Herrera Universität. Gemeinsam treiben diese Institutionen eine neue Innovationswelle voran, um die Region Valencia als führenden Standort für Quantentechnologien in Bereichen wie Telekommunikation, Cybersicherheit und Gesundheitswesen zu positionieren.

Eine der größten Herausforderungen der integrierten Quantenphotonik besteht heute darin, Quantenlichtquellen zuverlässig, reproduzierbar und skalierbar in photonische Schaltkreise zu integrieren. Diese Hürden, sowohl in den Fertigungsprozessen als auch in den Integrationsprotokollen, schränken die Kommerzialisierung vieler wissenschaftlicher Fortschritte ein. Das CUPIDO-Projekt widmet sich diesem Problem und arbeitet an der Entwicklung, Herstellung und Charakterisierung neuartiger Einzelphotonenquellen auf Basis verschiedener Halbleitermaterialien sowie deren Integration in photonische Schaltkreise. Ziel ist es, die Grundlage für eine stabilere und großflächigere Fertigung dieser Technologien zu schaffen.

Angewandte Forschung:
Im Rahmen des Projekts verfolgt das Forschungsteam mehrere sich ergänzende Arbeitsschwerpunkte. Zum einen treibt es die Entwicklung und Herstellung von Einzelphotonenquellen und deren Integration in photonische Schaltkreise voran. Zum anderen arbeitet es an der Entwicklung von Lasern und Photodetektoren auf Basis von III-V-Halbleitern – Materialien, die sich besonders gut für diese Art von aktiven Bauelementen eignen.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung hybrider integrierter photonischer Plattformen, die Silizium und III-V-Halbleiter kombinieren. Diese Integration ist unerlässlich für die Entwicklung effizienterer und skalierbarer photonischer Schaltkreise, die den Anforderungen zukünftiger Quantenanwendungen gerecht werden.

Eigene Infrastruktur für die Skalierung.
Das CUPIDO-Projekt nutzt die Design- und Fertigungskompetenzen des Forschungsteams und die Infrastruktur des NTC-UPV, wo in regionalen, nationalen und europäischen Projekten entwickelte Prozesse auf Wafer-Ebene skaliert werden. Diese Arbeit wird die reproduzierbare Herstellung von Einzelphotonenquellen und die Integration aktiver Bauelemente in photonische Siliziumschaltungen voranbringen. „Die Herausforderung besteht nicht nur darin, Forschung zu betreiben, sondern dabei stets im Blick zu behalten, wie dieses Wissen erweitert und transferiert werden kann“, erklärte Víctor Jesús Gómez, Projektleiter. „Unser Ziel ist es, dass diese Fortschritte nicht auf das Labor beschränkt bleiben, sondern die Grundlage für zukünftige Anwendungen in der Praxis bilden.“

Eine Universität, die durch Forschung in die Zukunft blickt.
Dieses Projekt ist eines von elf Projekten des Quantenkommunikationsplans, der von vier renommierten Universitäten geleitet wird: der Polytechnischen Universität Valencia (UPV), der Universität Valencia (UV), der Universität Alicante (UA) und der CEU Cardenal Herrera Universität (CEU-UCH). Gemeinsam umfassen diese Initiativen ein breites Spektrum an Forschungs- und Entwicklungsbereichen mit dem Ziel, die Quantentechnologie und ihre Anwendungen in strategischen Bereichen wie Telekommunikation und Cybersicherheit zu fördern und die Region Valencia als Maßstab für technologische Innovation auf nationaler und internationaler Ebene zu festigen. Die Polytechnische Universität Valencia blickt auf eine über 50-jährige Geschichte zurück und ist eine führende öffentliche Einrichtung in Forschung, Lehre und Wissenstransfer. Mit fast 28.000 Studierenden, 2.500 Lehrenden und Forschenden sowie 1.500 Mitarbeitenden in Verwaltung und Support engagiert sich die UPV stark für Innovation und technologische Entwicklung. Projekte wie CUPIDO bekräftigen dieses Engagement und festigen die Rolle der Universität als Motor des Fortschritts, der Spitzenforschung in konkrete Zukunftschancen für die Gesellschaft umsetzt.