Die zu testenden Dienste basieren auf einer breiten Palette von Technologien jenseits von 5G, darunter Onboard-Sensoren und künstliche Intelligenz (KI), die fortschrittliche Konnektivitätsdienste skalierbar und reproduzierbar über verschiedene Transportwege hinweg bereitstellen werden.
Die Infrastruktur wird vier Anwendungsfälle unterstützen: ferngesteuertes automatisiertes Fahren, fortschrittliches Verkehrsmanagement, Aufrechterhaltung des kommerziellen Schienenverkehrs bei grenzüberschreitenden Übergängen und schließlich Augmented-Reality-Infotainment für autonome Autos und Züge.
Die Anwendungsfälle werden zunächst in drei kleinen Testanlagen erprobt, die reale Bedingungen simulieren sollen. Die abschließende Integration und Validierung erfolgt auf dem grenzüberschreitenden Streckenabschnitt zwischen Figueres und Perpignan. Dieser Abschnitt ist strategisch wichtig für das transeuropäische Verkehrsnetz, da er 55 % des Straßenverkehrs zwischen der Iberischen Halbinsel und dem übrigen Europa sowie 65 % des Schienenverkehrs abwickelt.
Die Aufrüstung der Strecken des transeuropäischen Verkehrsnetzes mit 5G-Fähigkeiten ist einer der Kernpunkte der 5G Strategischen Einführungsagenda für vernetzte, kooperative und automatisierte Mobilität (CCAM). Sie wird durch die ehrgeizigen Konnektivitätspläne des 5G-Aktionsplans für Europa vorangetrieben und soll über das Jahr 2020 hinaus im Rahmen des Programms „Connected Europe Facility“ neue Investitionen erhalten.
5GMed vereint führende Institutionen und Unternehmen, um diese fortschrittlichen Dienste im Abschnitt Figueres-Perpignan des Mittelmeerkorridors bereitzustellen. Das von Cellnex Telecom koordinierte Konsortium umfasst 21 Partner aus sieben Ländern, die den Telekommunikationssektor (Vodafone, Hispasat, Retevisión und Cellnex France), den Transport- und Mobilitätssektor (Abertis Autopistas, SNCF, Línea Figueres Perpignan SA, Anadolu Isuzu und Valeo), Lösungsanbieter (Axbryd, Nearby Computing, Atos, Athens Technology Center, COMSA Corporación und Terra3D), Beratungsdienstleister (Eight Bells), Forschungseinrichtungen (CTTC, i2CAT, IRT-Saint Exupéry und Vedecom) sowie die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Ökosystementwicklung (Mobile World Capital Barcelona) repräsentieren.
Das Projekt genießt außerdem die Unterstützung der öffentlichen Verwaltungen beider Länder, darunter der Region Okzitanien und der Regierung der Generalitat, die den 5G-Korridor von Anfang an gefördert haben.
