Für Organisationen, die vernetzte Kameras, Zutrittskontrollsysteme, Server und Cloud-Dienste verwalten, können schwache oder schlecht verwaltete Zugangsdaten sensible Vorgänge gefährden und neue Sicherheitslücken schaffen. Dies betrifft auch Passwörter für die direkte Verbindung zu den Geräten selbst, die oft übersehen werden, aber bei unsachgemäßer Verwaltung einen direkten Zugriffspunkt darstellen können. In diesem Zusammenhang reichen regelmäßige Passwortänderungen oder grundlegende Cybersicherheitsmaßnahmen nicht mehr aus.

„KI verändert die Geschwindigkeit und den Verlauf von Cyberrisiken“, sagt Mathieu Chevalier, leitender Sicherheitsarchitekt bei Genetec Inc. „Angreifer können jetzt schneller agieren und nutzen KI, um sich als andere auszugeben, Social-Engineering-Angriffe anzupassen, Schwachstellen in großem Umfang aufzudecken und der Entdeckung zu entgehen. Um darauf zu reagieren, müssen Unternehmen Zugriff und Identität in all ihren Systemen aktiv verwalten und nicht nur einmalig Kontrollen einrichten und hoffen, dass sie funktionieren.

Diese Risiken wirken sich bereits auf Organisationen aus, die physische Sicherheitssysteme verwalten. Die aktuelle Genetec-Studie „Physische Sicherheit im Cloud- Zeitalter“, die auf den Einschätzungen von über 7.300 Sicherheitsexperten weltweit basiert, ergab, dass 58,7 % der Unternehmen einen Anstieg von Phishing- und Smishing-Angriffen verzeichneten, während 41 % einen allgemeinen Anstieg physischer oder Cyber-Vorfälle meldeten. Social Engineering wurde von 43,5 % als einer der Hauptangriffsvektoren genannt. Anlässlich des Weltpassworttags ermutigt Genetec Unternehmen, über isolierte Zugangsdatenkontrollen hinauszugehen und einen Governance-zentrierten Ansatz für das Identitätsmanagement in physischen Sicherheitsumgebungen zu verfolgen.

Stärkung der Identitäts- und Berechtigungskontrollen

Organisationen sollten Standard- und gemeinsam genutzte Anmeldeinformationen abschaffen, starke Authentifizierungsverfahren wie Passkeys implementieren und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) einführen, um die häufigsten Angriffspunkte zu reduzieren. Dies sollte sich auch auf Geräte erstrecken: Statische Passwörter sollten nach Möglichkeit durch zertifikatsbasierte Authentifizierung ersetzt werden. Zudem sollten eine zentrale Verwaltung und regelmäßige Aktualisierung der Anmeldeinformationen sichergestellt werden.

Stärkere Abstimmung zwischen IT- und physischen Sicherheitsteams

Die Integration von IT- und physischen Sicherheitsteams trägt zur Durchsetzung einheitlicher Sicherheitsstandards bei, verbessert die Transparenz von Zugriffsrisiken und koordiniert die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle. Da physische Sicherheitssysteme zunehmend mit Unternehmensnetzwerken verbunden werden, kann diese funktionsübergreifende Zusammenarbeit Organisationen helfen, Schwachstellen zu identifizieren und effektiver auf Angriffe mit Zugangsdaten zu reagieren. Governance-basiertes Management physischer Sicherheitssysteme: Organisationen müssen ihre physische Sicherheitsinfrastruktur mit der gleichen Sorgfalt verwalten wie andere kritische Systeme. Dies umfasst regelmäßige Zugriffsüberprüfungen, kontrollierte Upgrades und die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Technologiepartnern, um langfristige Sicherheit, Transparenz und operative Stabilität zu gewährleisten.

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