Für intelligente Vernetzung entwickeln sich Heim- und Campusnetzwerke von Gigabit auf 10G, da Glasfaserkabel Kupferkabel ersetzen. Dieser Trend wird als „Glasfaser rein, Kupfer raus“ bezeichnet. Auch in industriellen Kommunikationsnetzen, beispielsweise in der Energie- und Transportbranche, schreitet die Entwicklung der Synchronous Digital Hierarchy (SDH) hin zu Fine-Grain Optical Transport Networking (fgOTN) immer schneller voran – ein Trend, der als „fgOTN rein, SDH raus“ bekannt ist. Im Bereich der intelligenten Sensorik, etwa bei der Inspektion von Öl- und Gaspipelines und der Perimeterüberwachung, werden manuelle Vor-Ort-Einsätze durch Fernsteuerung ersetzt. Dies erfordert konvergente Sensorik, beispielsweise durch Bild- und Glasfasersensorik – ein Trend, der als „Optische Sensorik rein, anspruchsvoller Einsatz“ bezeichnet wird.
Huawei konzentriert sich auf den „3 rein, 3 raus“-Trend und entwickelt innovative Produkte und Lösungen. Die neu eingeführten Lösungen der F5G-A-Serie eignen sich für vielfältige Anwendungsbereiche, darunter Privathaushalte, Campusgelände, industrielle Kommunikationsnetzwerke und Perimeterüberwachung.
1. Glasfaser rein, Kupfer raus:
Im Heimnetzwerk hat Huawei im Zeitalter von „Fiber to the Room“ (FTTR) ein vollständig optisches Zielnetzwerk für Internetdienstanbieter (ISPs) eingeführt. Für den Zugang nutzt Huawei umfassende Breitbandlösungen für Privathaushalte, wie FTTR und Trouble-Free Optical Network Terminals (ONTs), um ISPs dabei zu unterstützen, die Nutzererfahrung zu verbessern und die Betriebskosten zu senken.
In Backbone- und Metropolnetzen ermöglichen Huaweis branchenführende 400G Optical Transport Network (OTN)-Produkte und die innovative OptiX Alps-WDM-Lösung ISPs die problemlose Bewältigung des erhöhten Netzwerkverkehrs.
Auf dem Campus werden mit der Einführung von Wi-Fi 7 die herkömmlichen Kupferleitungen zwangsläufig durch Glasfaserkabel ersetzt. Diese bieten eine höhere Bandbreite, eine längere Lebensdauer (zukunftssicher für ca. 30 Jahre) und sind umweltfreundlicher.
Huawei, ein Anbieter von Lösungen für große Campusgelände in Branchen wie Bildung, Gesundheitswesen und Fertigung, hat seine Fiber-to-the-Office (FTTO) 2.0-Lösung vorgestellt. Diese dient der Modernisierung von Bandbreite, Netzwerkinfrastruktur sowie Betrieb und Wartung (O&M) aktiver Netzwerke.
Mit der branchenweit ersten XGS-PON Pro-Technologie, einem passiven optischen Netzwerkstandard, der extrem hohe Bandbreiten für 12,5G- oder 25G-Dienste ermöglicht und die 2,5-fache Bandbreite des Branchenstandards bietet, hat Huawei einen bahnbrechenden Durchbruch erzielt.
Die Lösung, eine der ersten ihrer Art in der Branche, unterstützt End-to-End-Slicing (E2E) und ermöglicht den Betrieb von bis zu acht dedizierten Netzwerken (z. B. Büro- und Produktionsnetzwerken) auf einer einzigen Infrastruktur. Dies beseitigt isolierte Netzwerkarchitekturen und senkt die Gesamtbetriebskosten (TCO) um 30 %.
Darüber hinaus implementiert die Managementplattform Network Cloud Engine (NCE) ein ganzheitliches Management von IP-LANs und passiven optischen Netzwerken. Dadurch wird eine einheitliche Plattform geschaffen, die es ermöglicht, ein gesamtes Campusnetzwerk zu verwalten und die Effizienz von Betrieb und Wartung um 50 % zu steigern.
2. fgOTN-Eingang, SDH-Ausgang:
Die Synchronous Digital Hierarchy (SDH) ist seit 30 Jahren als sichere und zuverlässige Lösung in industriellen Kommunikationsnetzen weit verbreitet. Mit der zunehmenden Digitalisierung in der Industrie hat sich die durch SDH bedingte Bandbreitenbegrenzung jedoch zu einem Engpass entwickelt. Daher besteht Bedarf an einem Produktionskommunikationsnetz der nächsten Generation, das höhere Bandbreiten unterstützt, ohne Kompromisse bei Sicherheit und Zuverlässigkeit einzugehen.
SDH-Netze in der Energie- und Transportbranche werden mit Fine-Grained OTN (fgOTN) modernisiert und neu aufgebaut.
Dies folgt der offiziellen Genehmigung des fgOTN-Standards durch die Internationale Fernmeldeunion – Sektor für Telekommunikationsnormung (ITU-T) im Jahr 2023, der ihn als Nachfolgetechnologie für SDH definiert hat.
Huawei hat mit dem OptiXtrans E6600 die branchenweit erste fgOTN-kompatible Lösung auf den Markt gebracht – ein hochzuverlässiges Produkt mit einer Verfügbarkeit von 99,999 % und der zehnfachen Bandbreite von SDH. Es unterstützt Dienste wie PCM, PDH, SDH und Ethernet und pflegt die SDH-Betriebs- und Wartungspraktiken, um eine reibungslosere Weiterentwicklung zu gewährleisten.
3. Optische Sensorik – weniger Aufwand:
Kritische Infrastrukturen wie Eisenbahnen, Flughäfen und Öl- und Gaspipelines erfordern häufig manuelle Perimeterinspektionen im Rahmen von Vor-Ort-Maßnahmen. Die Effizienz solcher Inspektionen ist typischerweise gering, und die Arbeitsbedingungen sind oft schlecht.
Dank modernster faseroptischer Sensorik und KI-Analysen können nun intelligente Lösungen zur Perimeterinspektion und -überwachung großflächig, beispielsweise an Pipelines, eingesetzt werden.
Diese präzisen, permanent verfügbaren Lösungen ermöglichen es Unternehmen, Personal von den Außendienststellen in die Büros zu verlegen und so Produktivität und Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Ein weiterer Vorteil der Optical Visual Link (OVLS)-Lösung von Huawei ist die Nutzung von faseroptischer Vibrations- und Videoerkennung, die Fehlalarme vollständig ausschließt. Mit einem führenden optischen DSP-Modul und einem grundlegenden KI-Modell bietet die OVLS-Lösung eine zehnfach höhere Genauigkeit als der Industriestandard und zeichnet sich durch hohe Störfestigkeit aus. Selbst bei Windstärke 7 und starkem Regen wird eine hohe Genauigkeit gewährleistet.
