Die Nutzung von Wind-, Solar- und Biomasseenergie – allesamt lokal verfügbar und im Überschuss vorhanden – befreit Rechenzentren von der Abhängigkeit von externen Energiequellen. Eine Herausforderung bei der Nutzung dieser Energieform sind jedoch ihre Schwankungen je nach Tag, Uhrzeit und Jahreszeit. Das BSC-CNS entwickelt Algorithmen, um die optimale Verteilung von Workloads auf Rechenzentren und deren Ausführungszeitpunkt zu bestimmen. Ziel ist es, die Auslastung zu maximieren und gleichzeitig die Emissionen zu minimieren. Die Ergebnisse werden in acht Rechenzentren validiert, vier in Nordeuropa und vier in Südeuropa.
Laut Forschern der Abteilung Autonome Systeme am BSC-CNS: „Durch die Kombination von Verbesserungen der Hardware- und Anlageneffizienz mit einer geeigneten Konfiguration der zugehörigen Software sowie der Nutzung erneuerbarer Energien lassen sich die Energiekosten um 30 % und die Abhängigkeit vom externen Stromnetz um 80 % senken. Damit kommen wir dem Ziel emissionsfreier Rechenzentren näher.“
Mit einer Förderung von 3,6 Millionen Euro über drei Jahre vereint RenewIT sieben europäische Partner, darunter Forschungszentren und Unternehmen. Unter der Leitung des katalanischen Instituts für Energieforschung (IREC) umfasst das Projekt außerdem das BSC-CNS, die Energieberatungskooperative AIGUASOL, den niederländischen multinationalen Konzern Deerns, der sich auf die Planung von Rechenzentren spezialisiert hat, die Technische Universität Chemnitz (Deutschland), das italienische Unternehmen Loccioni Group, das Rechenzentrumsüberwachung betreibt, und das in London ansässige Telekommunikationsanalyseunternehmen 451 Research.

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